Auch Helfen will gelernt sein

Manche Menschen sind uneinsichtig und greifen ausgerechnet jene an, die ihnen Hilfe bringen wollen. Beim Helfertag ging es also auch um Selbstverteidigung. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
08.03.2015
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Sie helfen Menschen, die in Not geraten sind. Sei es bei einem Unfall auf der Straße, am Berg oder im Wasser. Die ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes stehen überall ihren Mann. Und sie opfern ihre Freizeit nicht nur im Einsatz.

Ganz in der Hand des Roten Kreuzes war am Samstag die "Realschule im Stiftland". Der BRK-Kreisverband hatte zum "Helfertag 2015" in die Klosterstadt eingeladen. Bei der Eröffnung am frühen Morgen freute sich Markus Münchmeier, Kreisbereitschaftsleiter und Organisator dieser Veranstaltung, über die große Resonanz von über 260 ehrenamtlichen Helfern.

Großes Lob

Ein besonderer Dank galt vorab den Referenten die sich für die verschiedenen Workshops zur Verfügung gestellt hatten. Bürgermeister Bernd Sommer freute sich, dass diese Veranstaltung in Waldsassen stattfindet und dabei aktuelle Themen behandelt werden. Sommer zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Workshops und zollten den vielen ehrenamtlichen Helfern großes Lob, dass sie für den Dienst am Nächsten ihre Freizeit opfern.

Auch Senioren dabei

Im Anschluss fanden in zwölf Schulräumen, einschließlich Hallenbad und Turnhalle, die verschiedenen Veranstaltungen für die einzelnen Rotkreuz-Gruppierungen wie Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Bergwacht und die neue Gruppe "Wohlfahrt und Sozialarbeit" (Nachbarschaftshilfe, Babysitterdienste) im Ein- und Zwei-Stunden-Takt statt. Erstmals waren zu diesem "Helfertag" auch die Senioren des BRK ins im Foyer eingerichteten "Cafe Zeitlos" zum Ratschen über die gute alte Zeit und auch zum Hineinschauen und Hineinhorchen in Vorführungen und Vorträge, mit eingeladen. Neben dem aktuellen Thema Digitalfunk, dem Vortrag des Weidener Herzinfarkt Netzwerks (Klinikum Nordoberpfalz) mit Professor Robert Schwinger, ging es auch Integration von Flüchtlingskindern, die J. Hanzlik aus Weilheim-Schongau behandelt.

Weitere Themen waren psychische Nachsorge für Einsatzkräfte nach dramatischen Unfällen und Einsätzen mit dem CISM-Team aus Weiden. Die Juniorhelfer erhielten auch von Stefan Kapeller vom Bezirksverband Regensburg die neue Einweisung. Viele Helfer nahmen die Gelegenheit wahr, um beim Herz-Lungen-Wiederbelebungs-Training (HLW) sich gleich der jährlich notwendigen Defi-Rezertifizierung zu unterziehen. Bei der Bergwacht ging es um Neuerungen bei der Arbeit im Absturzgebiet, Einweisung in Statikseilsatz und praktische Bergrettung im Gelände, die die Bergwacht Fuchsmühl interessierten am Nachmittag im Gelände bei der Skihütte in Schloppach zeigte.

Wie BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl gegenüber unserer Zeitung sagte, seien Veranstaltungen wie dieser Helfertag, der seit fünf Jahren durchgeführt wird, nur mit Unterstützung der Fördermitglieder im BRK möglich. "Die sind für unsere Arbeit besonders wichtig", sagte Holger Schedl
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