Bagger rollen ab 2016

Stellten die Planungen zum Mühlenviertel interessierten Bürgern und Anwohnern vor, von links, Schwester Sophia, Bürgermeister Bernd Sommer und Äbtissin Laetitia Fech. Bild: tr.
Lokales
Waldsassen
13.12.2014
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Beim ersten "runden Tisch" zeigten sich die Vertreter von Regierung und Fachstellen beeindruckt von den Planungen für die Sanierung des klösterlichen Mühlenviertels. 10,5 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Wo das Geld herkommt, weiß noch niemand.

Zwei Stunden nach der ersten Besprechung mit Vertretern von Regierung, Denkmalpflege, Kloster, Stadt Waldsassen und katholischer Jugendfürsorge, stellten Äbtissin Laetitia Fech, Bürgermeister Bernd Sommer und Schwester Sophia die Pläne interessierten Bürgern und Anwohnern im Maurus-Saal im Gästehaus St. Joseph vor. Dabei äußerte sich die Klosterchefin erstmals auch zu den Kosten.

Städtebauförderung

Demnach ist die Gesamtmaßnahme mit rund 10,5 Millionen Euro veranschlagt. Bürgermeister Sommer sagte: "Wir haben das Geld zwar noch nicht, zahlen es aber gerne." Der Rathauschef setzt dabei auf die Städtebauförderung und hofft, damit um die 50 Prozent abdecken zu können. 20 bis 40 Prozent davon müsste nach seiner Einschätzung dann die Stadt aufbringen. Drei Stunden dauerte der erste "runde Tisch". Die Teilnehmer des Treffens befassten sich damit, wie es mit dem ehemaligen Mühlenviertel des Klosters weitergeht. Etwa 15 Leute nahmen daran teil, darunter Äbtissin Laetitia Fech, Schwester Sophia, Regierungspräsident Axel Bartelt, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Bürgermeister Bernd Sommer.

Wie die Pläne aussehen war ja bereits hinlänglich bekannt (wir berichteten). Äbtissin Laetitia und Sr. Sophia stellten dabei ausführlich die Planungen vor. Die Äbtissin erklärte, dass alle am "runden Tisch" von den Ideen begeistert waren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung zugesagt hätten. Ziemlich sicher sei jetzt, dass der "Mühlenkasten" abgerissen werden darf. Dafür will die Klosterchefin nach alten Plänen die Klostermühle, die ehemals direkt am Sudhaus anschloss, wieder neu aufbauen. Ihr Herzenswunsch, den Mühlbach wieder zu aktivieren, werde aber nicht in Erfüllung gehen. "Das können wir uns jetzt nicht leisten." Trotzdem wird es im restaurierten Mühlenviertel eine Art künstlichen Bachlauf geben, sagte sie. Der Bürgermeister stellte in Aussicht, dass der Wohnblock Mühlbachgasse 1 abgebrochen wird. Dort könnten dann eine Parkanlage oder Parkflächen entstehen. Die sind nach dem Umbau ein Problem und werden wohl kaum ausreichen.

"Da ist ja noch das ehemalige Aldi-Areal, vielleicht könnte man das mittels Fußweg mit dem Mühlenviertel verbinden", dachte die Äbtissin laut nach. Das alte Schulhaus zwischen Naturerlebnisgarten und Klostergarten soll zugunsten einer Parkbucht abgebrochen werden.

Bürgermeister Bernd Sommer ist überzeugt: "Das wird insgesamt ein schönes Fleckerl Waldsassen." (Info-Kasten/Hintergrund)
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