"Bayern ist ein Wasserland"

Geschäftsführer Gerald Hruby (rechts) zusammen mit (von links) geschäftsführendem Unternehmer Jonas Seidl. Bürgermeister Bernd Sommer, Tobias Reiß und Albert Rupprecht. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
05.08.2015
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Ein unmittelbar drängendes Problem für Kondrauer ist Fracking im Moment nicht. Beim Besuch der beiden Abgeordneten aber kam das Thema dennoch zur Sprache.

Umfangreich sind die gesetzlichen Veränderungen rund um das Lebensmittel Mineralwasser auf Europäischer- oder Bundesebene. Um die Interessen der Brunnen in Bayern in diese Verfahren mit einbringen zu können, gehörten Gespräche mit politischen Vertretern schon beinahe fest zum Jahresprogramm, wie es in einer Pressemitteilung zum Besuch von MdB Albert Rupprecht und MdL heißt.

"Die Einladung des geschäftsführenden Unternehmers Jonas Seidl und Geschäftsführer Gerald Hruby nahmen die Abgeordneten daher erneut gerne an." Die Verantwortlichen von Kondrauer fordern demnach ein bundeseinheitliches Verbot etwa von Fracking in den Einzugsgebieten von Heilquellen und Brunnen zur Gewinnung von Mineralwasser, "... um auch künftig die Qualität von Mineralwasser gewährleisten zu können." Weiterhin dürften bei der Umsetzung europäischer Standards nicht härtere Kriterien als in den weiteren EU-Ländern angewandt werden. Dies würde zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. "Bayern ist ein Wasserland, deshalb sind sicher bayerische Abgeordnete prädestiniert an dieser Stelle die Gesetzgebung positiv und rechtssicher voran zu bringen", so Jonas Seidl der Mitteilung zufolge.

Reiß und Rupprecht konnten ihrerseits mit Fachkenntnis zu den in Änderung befindlichen Regelungen sehr schnell die Fragestellungen der Brunnenvertreter aufnehmen. Eine klare Positionierung der bayerischen Interessen müsse unbedingt erfolgen, so Rupprecht.

Fatale Auswirkungen

Neben vielen weiteren Themen wie, Auswirkung der Erbschaftssteuer oder die baldigst erhoffte Anerkennung als Heilquelle war auch die geplante Verlegung der Bundesstraße B299 Thema. Die gute Anfahrmöglichkeit zur Firma Kondrauer müsse gewährleistet sein. Bürgermeister Bernd Sommer konnte anhand der Planunterlagen die vorgesehenen Abfahrten von der künftigen B299 in Richtung der Firma Kondrauer erläutern. Hruby zeigte sich nochmals erleichtert, dass mit der gewählten Trasse nun eine Durchfahrung des Heilquellenschutzgebietes vom Tisch ist. Eine solche hätte fatale Auswirkungen für das Unternehmen bedeuten können.

Eine Betriebsbesichtigung rundete den Besuch ab.
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