Beten für die Einheit im Glauben

Den Festgottesdienst an der Gründungstätte Waldsassens zelebrierte Pater Friedhelm Czinczoll. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
01.06.2015
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"Wir gehören alle zusammen" - unter diesem Leitgedanken stand am Samstag das vor 40 Jahren vom Gerwigkreis ins Leben gerufene "Köllergrün-Fest". Zahlreiche Gläubige waren dazu an die Waldsassener Gründungsstätte gekommen.

Traditionsgemäß hatten sich Gerwigkreis-Mitglieder, Stadträte mit 2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer an der Spitze, der Männergesangverein Waldsassen sowie die Feuerwehren Münchenreuth und Querenbach bei der Ausflugsgaststätte "Panzen" versammelt. Angeführt von den Ministranten der Pfarrei Münchenreuth führte ein stattlicher Kirchenzug unter den Klängen der Bauernkapelle zur Gründungsstätte, wo bereits viele Gläubige zusammen mit den Schwestern der Zisterzienser-Abtei warteten.

Dank an Mitwirkende

Münchenreuths Pfarradministrator Pater Friedhelm Czinczoll und Gerwigkreis-Vorsitzender Manfred Brunner hießen die Besucher willkommen. Letzterer dankte der Bauernkapelle Münchenreuth und dem Männergesangverein Waldsassen für die langjährige musikalische Umrahmung dieser traditionellen Feier. Weiter würdigte er die beiden Feuerwehren Münchenreuth und Querenbach. "Ohne euch alle wäre dieses Köllergrün-Fest nichts", sagte der Gerwigkreis-Vorsitzende. Pater Friedhelm Czinczoll ging in seiner Predigt auf eine Offenbarung des Evangelisten Johannes ein. Darin richtete er einen Appell an die Jünger Jesu, für die Einigkeit aller einzutreten. "Diese Botschaft von damals gilt auch bis zum heutigen Tag für alle Christen", sagte Pater Friedhelm Czinczoll.

Im Laufe der Jahrhunderte habe es viele Spaltungen in der Kirchengeschichte gegeben - darunter die für die Deutschen besonders spürbare Aufteilung in verschiedene Konfessionen vor fast 500 Jahren. In der heutigen Zeit sei deutlich zu spüren, dass die katholischen und die evangelischen Christen zusammengehören, so Czinczoll. Es werde wieder versucht, ein "Herz und eine Seele" zu sein. Beim Rückblick auf vergangene Geschehnisse sollte man sich auch daran erinnern, dass vor rund 400 Jahren hier in der Region um die Glaubensspaltung gekämpft worden sei, sagte Pater Friedhelm Czinczoll. Er rief dazu auf, sich immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, "dass wir alle zusammengehören".

Damit seien aber nicht nur die christlichen Gemeinden gemeint, sondern gleichzeitig alle Menschen in der Welt, so Czinczoll weiter. "Wir sind alle Kinder des einen Gottes." Deshalb dürfe man nicht aufhören zu beten für die Einheit im Glauben.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es unter Marschmusikklängen der Bauernkapelle zurück zur "Panzen", wo der Gerwigkreis zu einem gemütlichen Beisammensein einlud.
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