Bienenhaus auf Rädern

Der Bienenwagen im Naturerlebnisgarten, davor (von links) Jiktka Fuitová, Martin Vratnik, Peter Randis, Lucie Skvorová, Leos Horcicka, Bürgermeister Bernd Sommer, Rudolf Schnabl, Umweltstation-Leiter Michael Selinger, Ernst Fuchs, Hans Dötterl, Josef Ernst, Kathrin Kröninger von der Umweltstation, Stadtbaumeister Hubert Siller und Ferdinand Sperber, Geschäftsführer der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
16.10.2014
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Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unter Imkern funktioniert. In der Umweltstation Waldsassen haben die Nachbarn einen besonderen Anhänger übergeben. Der wird in Tschechien wie in Bayern im Einsatz sein.

Eine Delegation des Schulbauernhofs Cheb (Eger) mit Schulleiter mit Leos Horcicka brachte das Gerät nach Waldsassen, wo es Michael Selinger, dem Leiter der Umweltstation, in Empfang nahm. Das Bienenhaus auf Rädern soll ein Hilfsmittel beim Unterricht sein - während der Zusammenarbeit zwischen dem Schulbauernhof Cheb und dem dortigen Regionalzentrum für Umwelterziehung und der Umweltstation auf dem Gelände der Abtei Waldsassen. Dieser große, in seinem Äußeren dem alten Egerländer Landhausstil nachempfundene Anhänger verfügt über die Imker- Grundausstattung wie komplette Magazinbeuten - momentan ohne Bienen - und Einrichtungen sowie Ausstattungen zum Honigschleudern.

Mit EU-Geldern

Gefördert wurde diese Maßnahme durch die Europäische Union aus dem Europäischer Fonds für regionale Entwicklung. Horcicka wünschte sich weiterhin eine so gut funktionierende Zusammenarbeit. Selinger freute sich über die Zusammenarbeit mit dem Schulbauernhof Cheb. "Es ist eine gelebte Kooperation daraus entstanden", sagte Selinger und erinnerte an den Studentenaustausch. Dabei brachten sich junge Leute mit in die Gestaltung des Natur-Erlebnisgartens der Umweltstation mit ein.

Bernd Sommer freute sich, dass hier Bienen Leute zusammenbringen und Freundschaften pflegen. "Bienen kennen keine Grenzen und werden hoffentlich recht schnell diesen schönen Bienenwagen bald in Beschlag nehmen." Auch der Bürgermeister unterstrich die zwischenzeitlich sehr fruchtbare Zusammenarbeit beider Kooperationspartner. Sommer sah mit diesem mobilen Bienenwagen einen weiteren Beitrag zur Völkerverständigung.

"Wir haben hüben wie drüben die gleichen Ziele und auch Probleme unseres schönen Hobbys", sagte Josef Ernst als Vertreter der Imker in der Region. Auch die Bürokratie sei sicherlich die gleiche wie hier zu Lande, sagte Ernst und war schon gespannt darauf was passiert, "... wenn der Bienenwagen mit Völkern besetzt ist und man will so rüber ins Nachbarland."

Grenzenlos

Jedenfalls sei es gut mit diesem Fahrzeug die Jugend für dieses Hobby zu interessieren, sagte Josef Ernst. Damit könnte der Nachwuchs an die Bienenzucht herangeführt werden; auch sei eine Zusammenarbeit über Grenzen hinweg möglich.

Gute Zusammenarbeit

Wie Hans Dötterl, Bienenfachwart des Landkreises Tirschenreuth sagte, habe er sich schon bei der Einweihungsfeier der "Bienen-Sauna" im Naturerlebnisgarten von einer guten grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Imker überzeugen können. (Info-Kasten)
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