Botschaft für Weg in die Zukunft

Katholiken, evangelische Christen und Mitglieder der muslimischen Glaubensgemeinschaft beteten gemeinsam an der Friedenssäule in der Parkanlage Schwanenwiese. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
27.10.2015
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Katholiken, evangelische Christen und Muslime im Gebet vereint: Alle untermauern ihren Wunsch nach einem Zusammenleben im Geiste der Nächstenliebe.

Der Sachausschuss Mission, Entwicklung und Frieden des Pfarrgemeinderates hatte zu dem Treffen an der Friedenssäule in der Parkanlage Schwanenwiese eingeladen. Am Sonntagnachmittag kamen dort Katholiken mit der evangelischen Kirchengemeinde und der muslimischen Gemeinde zusammen. Organisatoren waren Hanne Chrobok von der evangelischen Kirchengemeinde, Rita Heinrich vom Pfarrgemeinderat und seitens der muslimischen Glaubensgemeinschaft Sahim Kenan.

Nächstenliebe

Am Treffpunkt vor der evangelischen Kirche am Johannisplatz hieß Bürgermeister Bernd Sommer die Teilnehmer mit Stadtpfarrer Thomas Vogl, Diakon Fritz Lieb und Imam Latif Kanli an deren Spitze willkommen. "Gerade in der jetzigen Zeit stehen viele vor der Frage, wie geht es weiter mit dem Zustrom von Menschen anderer Konfessionen und Glaubensrichtungen", sagte Sommer. Kern eines christlichen Zusammenlebens sei die Nächstenliebe. Mit dieser Botschaft könne man in die Zukunft gehen.

Stadtpfarrer Thomas Vogl sagte, in vielen Ländern müssten Menschen fliehen, weil Hunger, Not und ausgebombte Häuser ihnen keine Perspektive zum Leben bieten. Man könne selber in Familien, Schulen und am Arbeitsplatz dafür sorgen, "... dass nicht Hass gestreut, sondern Verständnis geweckt wird." Diakon Lieb bat Gott um Hilfe, dass man sich nicht vor den Flüchtlingen verschließe, sondern ihnen Vertrauen und Zuversicht entgegen bringe.

Allah möge Kraft nehmen

Imam Latif Kanli bat Allah in seinem in deutscher Sprache vorgetragenen Friedensgebet, allen, die für Unruhe, Zwietracht und Terror sorgen, keine Chance zu geben. Und dass Allah die Kraft von all denjenigen nehme, die "... durch alle möglichen Quellen versuchen, Profit zu erlangen und damit für Zwietracht unter den Menschen sorgen." Nach weiteren Fürbittgebeten um Frieden und Gerechtigkeit lud Bürgermeister Bernd Sommer zur gemeinsamen Pflanzaktion eines Walnussbaumes in der Nähe der alten Stadtmauer ein. Chrobok wünschte sich, dass die Gebete um Frieden so viele Früchte tragen mögen wie dieser Walnussbaum in den nächsten Jahren. Nachdem der Baum gepflanzt war, bat Hanne Chrobok die Teilnehmer, um den Baum einen Kreis zu bilden und sich gegenseitig den Friedensgruß zu geben. Mit einem Beisammensein und Gedankenaustausch im evangelischen Gemeindezentrum bei Fladenbrot, Öl und Gewürzen klang der Nachmittag aus.
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