Bürgeraktion "GegenWind" setzt weiter auf Schönheit der Landschaft - Jahresversammlung mit ...
Im Stiftland dem Großstadt-Stress entfliehen

Mit der drohenden Zerstörung unsere Heimatlandschaft durch Windkraftanlagen setzte sich Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg (links) in einem Vortrag auseinander. Vorsitzender Albert Köstler dankte dem Rerefenten mit einem Präsent. Bild: kdi
Lokales
Waldsassen
16.07.2015
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Eine Vielzahl von Aktivitäten konnte Albert Köstler als Vorsitzender der Bürgeraktion "GegenWind Stiftland" bei der Jahreshauptversammlung anführen. Beim Treffen im "Hotel zum ehem. Königlich Bayerischen Forstamt" berichteten stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, Bürgermeister Bernd Sommer aus Waldsassen und Bürgermeister Klaus Meyer aus Neualbenreuth zur derzeitigen Sachlage in ihren Bereichen. Gerade für die Bemühungen Waldsassens auf Anerkennung als Weltkulturerbe sowie der Antrag um "Bad Neualbenreuth" sollten in den nächsten Jahren die umgrenzenden Gebiete von Windkraftanlagen verschont bleiben.

Vorsitzender Albert Köstler erinnerte in seinem Jahresbericht unter anderem an die Teilnahme am Energiedialog beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Dort hätte ein Vortrag von ihm großem Beifall erhalten. Bei einer Abschlussveranstaltung hätte eine deutliche Mehrheit die Meinung mit vertreten, dass Defizite in den Bereichen Speichertechnik, Stromtransport, oder Klimaschutz vorhanden sind. Massiv wandte sich Köstler gegen Aussagen beim Sommergespräch, dass Erneuerbare Energien und Tourismus kein Gegensatz sein müssten. "Diese Aussage ist eine Verhöhnung von Touristen und von Dienstleistern im Tourismusgewerbe im Landkreis!"

Landratstellvertreter Dr. Alfred Scheidler stellte das Gerichtsurteil zu den Windrädern auf dem Glasberg bei der Kappl heraus. "Mit diesem Urteil haben Juristen bewiesen, dass sie auch Sensibilität gegenüber Kulturschönheiten und Landschaft haben." Zur 10-H-Regelung führte Dr. Scheidler an, dass dadurch auch in unserer Gegend die Anträge zurückgegangen seien. Mit der Regelung werde auch nicht die Energiewende kaputt gemacht, sondern es habe nur eine Verantwortungsverlagerung stattgefunden. Gemeinden, wenn sie dies wollen, könnten durch die Aufstellung von Bebauungsplänen die 10-H-Regelung durchaus unterschreiten.

Als ärgerlich bewertete der Landratsstellvertreter eine Aussage aus Bärnau, dass die Bestrebungen in Waldsassen zur Anerkennung als "Weltkulturerbe" nur Windkraftanlagen verhindern sollten. Bürgermeister Bernd Sommer vermerkte dazu, dass durch die Stadt eine schriftliche Entschuldigung erfolgt sei. Sommer zeigte sich auch "heilfroh", dass der regionale Planungsverband seine Tätigkeit wieder aufnimmt. Dadurch werde ein Wildwuchs an Windkraftanlagen unterbunden.

Staade Zeiten

Eine Werbewirkung für unsere Gegend sieht Sommer in einer für den Herbst angekündigte bayernweiten PR-Aktion mit dem Titel "Staade Zeiten". Sei doch unsere Landschaft gradezu prädestiniert um auch mal in Ruhe ausspannen zu können und dem Stress der Großstadt zu entfliehen. Bürgermeister Klaus Meyer bedankte sich auch im Namen der Marktgemeinde für die Unterstützung durch die BA. Gelte es doch, um den Titel "Bad Neualbenreuth" zu bekommen, den Gemeindebereich von Neualbenreuth bis nach Waldsassen von Windrädern frei zu halten. In einem 20-minütigem Vortrag zum Thema "Energiewende und Heimat" setzte sich Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg kritisch mit der derzeitigen Situation bei der Energiewende und der drohenden Zerstörung unsere Heimatlandschaft durch Windkraftanlagen auseinander (Bericht folgt).
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