BVS-Reha-Sportverein schildern MdB Rupprecht und Bürgermeister Sommer bei Übungsstunde ihre ...
Probleme mit der Kasse und kaum Einfluss

Durch die Glas-Fassade der Sporthalle ist der freie Blick in die Natur möglich. Von links Schwester M. Sophia, Bürgermeister Bernd Sommer und MdB Albert Rupprecht zusammen mit Mitgliedern der Herzsportgruppe bei einer Übungsstunde. Dritter von rechts Vorsitzender Dieter Menzel. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
16.12.2014
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Mit einem Bundestags-Abgeordneten beim Sport auf Tuchfühlung gehen - das durften jetzt Mitglieder der Herzsportgruppe des BVS-Reha-Sportvereins. MdB Albert Rupprecht und Bürgermeister Bernd Sommer lösten ihre Zusage ein, einmal mit dem BVS in der Turnhalle der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen-Abtei zu sporteln.

Erwartungen

Eine Auszeichnung sei der Besuch, sagte Vorsitzender Dieter Menzel, der daran aber auch unverhohlen Erwartungen verknüpfen wollte. Seinen Mitgliedern biete der Behinderten- und Reha-Sportverein die Möglichkeit, ihre angeschlagene Gesundheit wieder vollständig oder zu mindestens so weit herzustellen, dass man am Leben aktiv teilnehmen könne.

Kreis wird kleiner

Im Behindertensport werde auch noch Flugball angeboten. Doch der Kreis der Sportler werde immer kleiner, es gebe keine deutschlandweiten Turniere mehr. "Die Bayerische Meisterschaft wird im nächsten Jahr wieder in Waldsassen ausgetragen", informierte Menzel. "Unsere Übungsleiter haben alle die Qualifikation durch Sport zur Verbesserung des Gesundheitszustandes beizutragen", sagte Menzel. Dennoch seien Behinderten- und Reha- Sportvereine "Außenseiter" in der Gesellschaft. Bayern sei das einzige Bundesland, dessen Zulassungsstelle für Rehasport - der Arge-Reha - von einer Krankenkasse und dem Landessportverband geleitet und gemanagt wird.

Der BVS-Bayern als eigentlich verantwortlicher Verband habe somit wenig Einfluss, erklärte Menzel. Er bat den Abgeordneten dafür einzutreten, dass es eine bundeseinheitlich Regelung in den Landesverbänden für Behinderten- und Reha-Sport gibt.

Ein weiteres Thema: Die Abrechnungspraxis zwischen dem BVS-Waldsassen und einer großen Krankenkasse. "Wir als Nicht-Verwaltungsmenschen sehen immer wieder mit Erstaunen, wie so eine eigentlich einfach aufzubauende Abrechnung verkompliziert werden kann", beklagte der Vorsitzende. Bei einer nicht bis auf das letzte i-Tüpfelchen ausgefüllten Abrechnung werde diese abgelehnt, "... was wieder eine sechswöchige Wartezeit bewirkt."

Schwester M. Sophia Schlembach überbrachte die Grüße von Äbtissin Laetitia Fech. Das Kloster freue sich, dass es in der Turnhalle der Mädchenrealschule der Herzsportgruppe ein Zuhause bieten könne. Der Sport in dem Raum, der mit der Glaswand der Natur ganz nahe sei, bereite sicher große Freude. Auch Bürgermeister Bernd Sommer freute sich einmal bei dieser Übungsstunde mit dabei zu sein. Unter qualifizierten Übungsleitern und ärztlicher Aufsicht wie jetzt mit Dr. Peter Fuchs wisse jeder, dass er hier bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit gehen könne. Bei alledem komme auch der Spaß in dieser Gruppe nicht zu kurz.

Auf "kleinem Dienstweg"

Der Bundestagsabgeordnete versprach sich weiterhin für den Behinderten- und Reha-Sport einzusetzen. Die Problematik "Abrechnung mit den Krankenkassen" wollte Rupprecht auf dem "kleinen Dienstweg" regeln.

Bevor dann alle auf das Signal von Herzsport-Übungsleiterin Carmen Henning hören sollten, überreichte Menzel an Rupprecht und Sommer je ein Handtuch mit dem Vereins-Emblem.
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