Den Wald nützen und schützen

Lokales
Waldsassen
12.06.2015
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In Tschechien, so der Eindruck von Robert Christ, wäre der Wald "gesünder" als hierzulande. Zumindest für Laien deutlicher sichtbar als bei den Nachbarn wären die Einschnitte in den Wäldern der Staatsforsten.

Ob sich bei der intensiven Nutzung.nicht korrigierend einwirken ließe, fragte SPD-Stadtrat Christ Gerhard Schneider: Der Leiter des Forstbetriebs informierte in der Sitzung am Montag über die Renovierung des Walderlebnispfads (wir berichteten). Hans Grillmeier ging auf das Geschenk des Forstbetriebs zum zehnjährigen Bestehen an die Stadt ein und meinte: "Ein Präsent anderer Art wäre es, wenn der Wald nicht so zugerichtet werden würde, wie er momentan ausschaut." Konkret meinte der CSU-Rat Rückegassen zur Holzernte. Grillmeier, der mit seinem Sohn die Waldkapelle betreut, bat Schneider darum, "... nicht das letzte zusammenhängende Fleckerl Wald mit solchen Gassen zu versehen."

Schneider verwies auf die Notwendigkeit der Rückegassen: Sie würden gebraucht, "... damit wir mit Maschinen hinfahren und das Holz mit Maschinen rausfahren können." Bodenschutz sei höchstes Gut, genau deshalb seien Rückegassen erforderlich. "Da bitte ich Sie um Verständnis", meinte der Forstbetriebsleiter und ergänzte: "Auch im Erholungswald wird Forstwirtschaft stattfinden."

Zum Eindruck von Robert Christ, wonach tschechische Wälder gesünder seien als bayerische, meinte Schneider: "Rein biologisch ist unser Wald gesund." Der Forstmann verwahrte sich gegen den Eindruck, dass der Forstbetrieb rein nach Gewinn-Maximierung strebe. Dies sei nicht im Sinne des Forstbetriebs. "Wir wollen nützen und schützen auf gleicher Fläche." Der Einschlag aktuell wäre sogar geringer als in der, so Schneider wörtlich, "alten Welt" - vor der Gründung der Forstbetriebe.

Punktuell sichtbar sei die Holzernte. "Aber 8 bis 10 Jahre passiert dort dann nichts mehr." Planmäßig gehe der Forstbetrieb bei der Holzernte in großen Intervallen vor. Der Holzeinschlag sei sparsam und nachhaltig.

100 Hektar jährlich

Schneider räumte ein, dass die vergangenen 10 Jahre seit Gründung des Forstbetriebs stark ökonomisch geprägt gewesen seien. Diese Ansicht werde das Unternehmen nach und nach reduzieren. Schneider verwies auf Neuanpflanzungen von Waldgebieten - 100 Hektar jährlich im Gebiet des Forstbetriebs Waldsassen mit rund 23 000 Hektar Fläche.
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