Eigener Raum für die Jugend

JU-Vorsitzender Jürgen Hamann (rechts) überreichte CSU-Vorsitzendem und Bürgermeister Bernd Sommer in der Jahreshauptversammlung der Jungen Union den Antrag zur Einrichtung eines Jugendraums. Bild: pz
Lokales
Waldsassen
22.02.2015
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Von der Pflicht, sich einzumischen sprach Matthias Grundler: "Politik ist nicht so uninteressant", sagte der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union am Freitag bei der Waldsassener JU. Wenig später zeigte sich, dass die jungen Leute ohne Scheu und deutlich ihre Ideen einbringen.

JU-Ortsvorsitzender Jürgen Hamann überreichte Bernd Sommer, der etwas später zu dem Treffen im Hotel-Gasthof "Forsthaus" gekommen war, einen Antrag zur Einrichtung eines Jugendraums. Der CSU-Vorsitzende und Bürgermeister sicherte die Unterstützung nach Kräften zu.

"Es soll eine Räumlichkeit geschaffen werden, welche Jugendliche und jungen Erwachsene in ihrer Freizeit als Treffpunkt nutzen oder zum Beispiel für kleinere private Feiern (Geburtstag etc.) anmieten können", heißt es in dem Papier. Die JU schlägt vor, die Räumlichkeit über einen eigenständigen Verein zu verwalten, "... dem die Stadt jährlich einen Betrag x zur Verfügung stellt". Mitglieder des Vereins könnten somit ihr eigenes Führungsgremium bestimmen, das für den Raum verantwortlich zeichnet und die Gestaltung und den Bestand des Raumes sicherstellt.

"Goasererjugend"

Begründet wird der Antrag mit einer fehlenden Möglichkeit zum "Zusammensetzen am Wochenende" oder für Geburtstagsfeiern. "Daraus ist bei uns die Idee entstanden, einen geeigneten Raum zu schaffen." Die JU-Mitglieder verweisen dabei auf Konnersreuth: In der Nachbargemeinde verfügen junge Leute über einen solchen Raum - geleitet und organisiert von der "Goasererjugend": "Aus unserer Sicht sind das fordernde Aufgaben, die den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich gesellschaftlich zu engagieren und dabei ihr Verantwortungsbewusstsein zu schärfen."

Viele Mitglieder wären bereit, sich für einen solchen Raum zu engagieren, heißt es in dem Antrag weiter. "Viele Ideen haben wir bereits gesammelt, aber ohne die Hilfe der Stadt Waldsassen können wir diese Aufgabe nicht meistern."

"Der Bedarf ist da"

Die Eingabe an die Stadt, unterzeichnet von Jürgen Hamann und Stellvertreter Sebastian Koch, solle laut Sommer zunächst im Stadtrat vorberaten werden. Der Wunsch nach einem Jugendtreff werde immer wieder an ihn, Sommer, herangetragen. "Der Bedarf ist da." Früher habe es eine Lösung in einem Container gegeben. Jetzt aber gebe es in der Innenstadt "etliche Gebäude, die Leben brauchen". Zuvor blickte das JU-Vorstandsteam auf die Arbeit in den vergangenen Monaten zurück. Bei den Neuwahlen ist Jürgen Hamann als Vorsitzender bestätigt worden. (Weiterer Bericht folgt)
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