Ein völlig neues Raumgefühl

Wie ein riesiger Kubus wirkt das Langhaus der Basilika mit weißen Verkleidung, hinter der sich die Gerüstkonstruktion verbirgt. Der Volksaltar ist wieder an den angestammten Platz gerückt, der Chorraum ist bestuhlt. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
02.04.2015
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"Wenn's fertig ist schaut das ganz gut aus ", sagt Stadtpfarrer Thomas Vogl über das neue Aussehen des Basilika-Innenraums. Seit einigen Tagen wird das Gerüst im Langhaus verkleidet - mit weißen Platten aus Kunststoff.

"Super!" "Sieht gut aus" - so etwa die Urteile staunender Kirchenbesucher in den vergangenen Tagen über die Gestaltung und das neue räumliche Erlebnis. Allerdings wird auch deutlich, wie viel Licht normalerweise durch die Seitenaltäre in den Kirchenraum gelangt. Denn durch die Verkleidung wird es im hinteren Bereich der Kirche schon sehr finster.

Hinten wird's arg finster

Pfarrer Vogl geht davon aus, dass die helle Wandverkleidung das Tageslicht vom Chorraum in die hinteren Bereiche reflektiert; außerdem sollen ausreichend Leuchten installiert werden. "Sonst wird's ja auch beim Lesen schwierig", so der Pfarrer über die Probleme der Kirchenbesucher, die Noten- und Textzeilen im Gotteslob zu entziffern.

Zunächst Folie

"Es war schon klar, dass es in diese Richtung geht" verrät Vogl über die Überlegungen im Vorfeld, wie das Gerüst nach dem Aufbau für Kirchenbesucher quasi "unsichtbar" wird: Zunächst war eine Verkleidung der Konstruktion mit einer Folie vorgesehen worden; "...auch in Weiß", wie der Stadtpfarrer sagt. Die beauftragte Firma hatte dann aber die jetzige Lösung vorgeschlagen. Schon fast kubusartig wirkt das Langhaus der Basilika vom fertig renovierten Chorraum aus, der nach dem Entfernen der Trennwand inzwischen ohne Unterbrechung in den Baustellen-Bereich übergeht. Der Volksaltar ist wieder an seinen angestammten Platz gerückt worden.

Die Arbeiten für das Verblenden der Gerüstkonstruktion hatten sich zunächst verzögert: Zunächst waren die falschen Platten geliefert, die richtigen danach erst verspätet gebracht worden waren. Die Wartezeit wäre aber kein Problem gewesen. Die Gerüstbauer hätten den Leerlauf genutzt und die Seitenaltäre eingerüstet. "Wir sind schon froh, dass die Streben noch vor Ostern herausgekommen sind", sagt Pfarrer Vogl. Deshalb sei es nicht schlimm, wenn die Verkleidung des Gerüsts bis zu Festtagen nicht komplett montiert werden kann.

Ab 1. Mai wieder werktags

Die Bänke im Langhaus könnten nun wieder komplett genutzt werden - außerdem natürlich die Sitzplätze im Chorraum, der komplett bestuhlt ist. Damit seien ausreichend Plätze in der Basilika vorhanden. Die Gläubigen könnten die Gottesdienste in den nächsten Tagen gut mitfeiern, sagt Vogl. Bis Ende April soll das Gerüst dann komplett aufgebaut und sicherheitstechnisch abgenommen sein. Somit können ab 1. Mai auch wieder werktags in der Basilika Gottesdienste gefeiert werden.

Bei Besuchern schwingt immer auch ein gewisses Staunen mit ob des Aufwands, der für das Verbergen des Gerüsts betrieben wird. Doch andererseits wird der Kirchenraum doch geraume Zeit so aussehen müssen. Zwei Jahre sind für den weiteren Bauabschnitt veranschlagt. "Aber im Rückblick sind zwei Jahre gar nicht so lang", findet Pfarrer Vogl.
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