Eindrucksvolle Hubertus-Messe mit Pater Friedhelm Czinczoll - Anderen Menschen helfen als ...
Jäger rücken eng zusammen

Im festlich geschmückten Altarraum war traditionsgemäß ein Hirschgeweih aufgebaut. Pater Friedhelm Czinczoll lobte in seiner Predigt die Bereitschaft der Jäger, etwas für andere zu tun. Bild: kro
Lokales
Waldsassen
10.11.2015
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Kein Platz mehr frei war am Samstagabend in der Dreifaltigkeitskirche Kappl. Die Hegegemeinschaft Waldsassen hatte mit dem Kreisverband der Jäger zur Hubertus-Messe eingeladen. Die passende musikalische Umrahmung des Gottesdienstes steuerten die Waldsassener Jagdhornbläser unter der Leitung von Bernhard Stier bei.

Bezugnehmend auf das aktuelle Tages-Evangelium betonte Pater Friedhelm Czinczoll, dass den Menschen ein Übermaß an Arbeit gegenüberstehe. Viele seien nicht bereit, die ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen. Dennoch würden oftmals gerade diese Menschen in der Öffentlichkeit gut dastehen. Der Prediger nahm Bezüge zur Jagd und erwähnte die große Wildschweinplage, die sich fast zur Landplage entwickelt habe. Die Tiere hätten sich sehr stark vermehrt, was wohl auch am großen Nahrungsangebot liege.

"Die leidgeprüften Landwirte sehen dies mit Schrecken." Umso erfreulicher sei es, dass die Jäger mithelfen, dieses Problem zu lösen. Czinczoll verwies auf die Treibjagd, bei der kürzlich eine größere Anzahl von Wildschweinen geschossen worden war, so dass sie kein Unheil mehr anrichten könnten. Der Geistliche lobte die Bereitschaft der Jäger, anderen zu helfen, in diesem Fall den Landwirten. Das erfordere Engagement, schlug der Geistliche den Bogen zur aktuellen Flüchtlingskrise. Viele Deutsche engagierten sich, um den Schutzsuchenden zu helfen. Der Pater erinnerte daran, dass vor einigen Jahrzehnten auch den Deutschen geholfen wurde, beispielsweise mit Care-Paketen der Amerikaner.

Der Einsatz für den Nächsten sei ein großes Ziel. Die Bereitschaft, anderen zu helfen, sei enorm wichtig, auch wenn dieser Dienst noch so klein sei. "Eine kleine Freundlichkeit, ein Zeichen der Zuwendung, eine Geste, und wenn es nur ein Taschentuch ist, das einer benötigt - für den anderen da zu sein, dies sollten die Menschen beherzigen. So wie die Jäger, die die Landwirte unterstützen."
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