Fehler und Niederlagen wertvoll

Beim Vortrag für die Schüler am Vormittag durften die Jungs auch verschiedene Geschicklichkeitsübungen meistern. Hier sollte ein Tischtennisball im schnellen Vorbeigehen von einer Flasche geschnippt werden. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
23.10.2015
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Dass "Spaß Erfolg und Erfolg Spaß macht!", zeigte Mentalcoach Matthias Herzog an der Realschule im Stiftland. Herzog zählt zu den "Top 100 Speakern". Er zeigte Schülern und Erwachsenen auf, wie gewinnbringend die Bereitschaft sich zu verändern fürs Leben ist.

Während des Vormittages erfuhren alle Schüler anhand eines witzig unterhaltsamen Vortrages "Fit für den Schulalltag", wie sie mehr aus ihrem Potenzial machen und zukünftig "spitze sind, wenn's darauf ankommt" - so der aktuelle Buchtitel des Referenten. Dabei sei die persönliche Einstellung entscheidend, um sich mit weniger Angst und Stress - dafür aber mit mehr Selbstbewusstsein, Ausdauer und Disziplin - auf Erfolg zu programmieren. Jeder Mensch habe etwa 75 Prozent Stärken und 25 Prozent Schwächen. Somit sei es vorteilhafter, sich auf seine Stärken und Talente zu konzentrieren, anstatt alle Gedanken um die eigenen Schwächen kreisen zu lassen.

Die richtigen Knöpfe

Neben ein optimales Ziel soll stets ein realistisches Maximalziel gestellt werden, das auch leichter erreicht werden kann. Nicht zuletzt ist es wichtig, Erfolge zu feiern, bevor man sich neue Ziele sucht. Herzogs Abendvortrag "Typisch - Die individuelle Persönlichkeit und ihre Motivation" richtete sich an Eltern, Lehrer und extern Interessierte. "Grundsätzlich sind "alle Menschen motiviert, entscheidend ist nur, die richtigen Knöpfe zu finden", betonte der Mentaltrainer. Es sei sehr interessant, herauszufinden, wie man selbst tickt und wie das Gegenüber. Angewandt auf das tägliche Leben bedeutet dies: "Behandle den anderen nicht so, wie du selbst behandelt werden möchtest, sondern so, wie er behandelt werden möchte."

Diese Erkenntnisse ließen sich dann auf alle Lebensbereiche anwenden. Ein Türöffner stelle hierbei die Bereitschaft sich zu verändern dar. Dabei wirke es enorm motivierend, die persönliche Einstellung von "du musst" in ein "ich darf oder ich will" überzuleiten. Entscheidend sei nämlich, dass das Gehirn nicht unterscheiden könne zwischen einer gemachten und einer stark vorgestellten Erfahrung. Hinzu komme, dass man Verantwortung für sich selbst, sein Handeln und Unterlassen übernehmen müsse.

Kinder nicht "pampern"

Herzog meinte wörtlich: "Eltern müssen aufhören, ihre Kinder zu ,pampern'", so der Referent in Anlehnung an die Babywindel-Marke. Kinder und Jugendliche dürften und müssten Fehler machen, Niederlagen einstecken lernen. Nur so könnten sie reifen, wachsen und zu Menschen werden, "... die zu sein sie das Potenzial haben."
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