Fernseh-Gottesdienst am Dreikönigstag wurde gut angenommen
Überschwängliche Dankbarkeit

Die musikalische Gestaltung bestritten - wie immer an hohen Kirchenfesten - das Orchester, der Basilikachor und Solisten aus den eigenen Reihen und Silvia Gmeiner, Orgel. Manche Zuschauer wollten wissen, ob denn die Akteure unter Leitung von Andreas Sagstetter wirklich alle aus der Pfarrei waren oder nicht vielleicht doch extra für die Fernseh-Übertragung von auswärts engagiert worden sind. Bild: pz
Lokales
Waldsassen
07.01.2015
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"Es ist gut gelaufen und gut angekommen", sagt Stadtpfarrer Thomas Vogl über den Fernseh-Gottesdienst am Dreikönigstag aus Waldsassen. Etliche Anrufer äußerten sich wohlwollend über die Feier in der Basilika.

"Wir hatten eine Resonanz fast wie noch nie", sagt Stadtpfarrer Thomas Vogl über Anzahl und Inhalt der Rückmeldungen am Telefon und per E-Mail. Adresse und Rufnummer waren am Ende der Live-Übertragung eingeblendet, "Dann ging's von 11 bis 19 Uhr durch", sagt der Stadtpfarrer, der auch Hauptzelebrant und Prediger gewesen war (wir berichteten).

Zu Beginn nahmen zwei Mitglieder des Pfarrgemeinderats die Anrufe entgegen, ab 14 Uhr dann Pfarrer Vogl selbst. Sogar am Mittwoch riefen Leute im Pfarrbüro wegen der Sendung am Vortag an. Insgesamt, schätzt Vogl, dürften es rund 100 Anrufe gewesen sein, dazu 20 Mails.

Rührend für Ältere

Durchwegs "überschwängliche Dankbarkeit", sagt Pfarrer Vogl, hätten die Anrufer geäußert. "Die Leute loben das Zusammenspiel": Der Kirchenraum, die Musik, die Ministranten und Sternsinger - alles in allem gut aufbereitet mit einer hervorragenden Bildregie. "Das ist vor allem für ältere Leute etwas rührendes." Einige Zuschauer am Telefon hätten bei ihren Anrufen auch die Auftaktsendung der Reihe "Schöne Oberpfalz" zur Sprache gebracht. Tenor der Rückmeldungen: Auch so ließe sich die Oberpfalz darstellen.

Auch ohne Fernsehkameras

Nach den Worten von Stadtpfarrer Vogl haben sich viele Anrufer für Prospektmaterial interessiert oder sich nach dem Predigt-Manuskript erkundigt. "Und manche staunten über das Aufgebot", berichtet Pfarrer Vogl und erzählt von Fragen, ob denn die Sängerinnen und Sänger im Chor oder die Ministranten und Sternsinger tatsächlich alle aus der Pfarrei oder nicht vielleicht doch von andernorts ausgeliehen wären. Pfarrer Vogl erklärte den Zuschauern, dass für den Gottesdienst nichts "überinszeniert" worden wäre und derart prächtig ausgestaltete Gottesdienste an hohen kirchlichen Festen immer so gefeiert würden - auch ohne Fernsehkameras. Anderseits weiß auch Pfarrer Vogl zu gut, dass die große Anzahl der Mitwirkenden schon auch effektvoll ist: "Wenn ich gut wirkende Bilder haben möchte, dann kann ich auch nicht mit zehn Hansel daher kommen."

"Er macht das souverän"

Das gute Zusammenspiel mit den Verantwortlichen vor Ort würdigte nach der Sendung auch Monsignore Erwin Albrecht. "Er macht das einfach souverän", sagte der Beauftragte der Bayerischen Bischofskonferenz für Hörfunk und Fernsehen beim Bayerischen Rundfunk (BR) über Stadtpfarrer Thomas Vogl. Bereits zum fünften Male waren die BR-Leute zu derartigen Produktionen in Waldsassen. Auch die BR-Mitarbeiterinnen Andrea Kammhuber und Elisabeth Malzer stellten stellvertretend für das Team die angenehme Zusammenarbeit heraus.^

"Erwin wird sich in nächster Zeit zurückhalten", sagte Stadtpfarrer Thomas Vogl über seinen Amtsbruder im Hinblick auf Anfragen für weitere Gottesdienst-Übertragungen aus Waldsassen. Denn am Montag schon beginnen die Arbeiten für die weitere Innensanierung. Die wird mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.
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