Geisterwald ohne Zauber

Bei der Neukonzeption des Walderlebnispfads am Glasberg soll auch die Übersichtstafel am Beginn des Wegs erneuert werden. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
09.06.2015
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Der Pfad am Glasberg verspricht schon lange keine besonderen Erlebnisse in Wald und Natur mehr. Dies ändert sich bald: Im Herbst schon soll das neu konzipierte Freizeitangebot eingeweiht werden.

"Der Pfad ist in die Jahre gekommen", erklärte Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider am Montag, als er zu Beginn der öffentlichen Sitzung des Stadtrats die Renovierung erläuterte. "Die Frau Hohlmeier war da, wir sind schön beieinander gesessen", erinnerte sich Schneider an die Einweihung des Walderlebnispfads im Jahre 2001. Stadt und Forstamt hätten den Weg damals gemeinsam errichtet.

Nicht mehr attraktiv und "unschön", so Schneider, wäre das Freizeitangebot, das anfangs stark genutzt worden sei. Doch Borkenkäferbefall und Windbruch hätten den Wald dort recht zugerichtet, die Spielgeräte für Kinder, Barfußpfade und diverse Hinweistafeln seien zum Teil recht marode. "Die Ameisenstraße ist nicht mehr da", bedauerte Schneider. Die Gollingerhütte - ein, so Schneider, "wunderschönes Stück Erde", sei in einem schlechten Zustand. "Wir wollen nicht alles erneuern und austauschen", erläuterte Schneider weiter. "Es wird eine Überarbeitung geben." Dabei sollen Handwerksbetriebe beauftragt werden. Aus der Reihe der besonders sehenswerten und markanten Punkte herausfallen soll der "Geisterwald". In der Anfangszeit habe die Umweltstation und speziell die Regenbogenbande noch gepflegt, dies sei nun aber nicht mehr der Fall. Wieder errichtet werden solle das Waldboden-Labor; dabei stehe der Forstbetrieb in engem Kontakt mit dem Geopark Bayern. Die rund 80 000 Euro teuere Maßnahme fördert laut Schneider zu 70 Prozent der Freistaat Bayern, 30 Prozent trägt der Forstbetrieb Waldsassen.
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