Gutes Ergebnis nur im Team

Facharzt Robert Drechsel (rechts) bei seinem Vortrag über Schulterschmerzen und Behandlungsmöglichkeiten. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
02.11.2015
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"Kann man da wirklich nichts tun?" Dieser Frage widmete sich der Infoabend der Orthopädischen Reha-Klinik mit Chefärztin Elisabeth Eißner und dem MVZ Stiftland mit Facharzt Robert Drechsel. Klare Antwort: Man kann, man muss es sogar.

Die erneut hervorragend besuchte Veranstaltung am Gesundheitszentrum Waldsassen informierte über die komplexe Anatomie des Schultergelenks, Erkrankungsformen der Schulter, deren Ursache und die entsprechenden Therapiemöglichkeiten. "So wurde berichtet, dass sowohl frische Verletzungen als auch abnutzungsbedingte Veränderungen Schmerzen bereiten können", heißt es in der Pressemitteilung. Verschiedene Krankheitsbilder wurden anschaulich präsentiert.

Ein besonderes Augenmerk wurde darauf gerichtet, dass man den Patienten immer als "Ganzes" sehen muss, da auch Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule oder Erkrankungen an Herz oder Leber Schulterschmerzen verursachen können. Eine Untersuchung sei die Grundvoraussetzung für eine Diagnosestellung, welche dann durch eine weitere apparative Diagnostik ergänzt werden muss.

"Schlüsselloch-Technik"

Über die vielfältigen, konservativ therapeutischen Ansätze, wie Krankengymnastik, Kinesiotape, Akupunktur oder auch Strahlentherapie berichtete Elisabeth Eißner und zeigte auch auf, dass in vielen Fällen dies die Therapie der Wahl sein kann.

Sollten die konservativen Maßnahmen nicht greifen oder sei direkt eine Operation notwendig, so erläuterte im weiteren Robert Drechsel, so könne vieles zwischenzeitlich sehr gut und schonend in der sogenannten "Schlüsselloch-Technik" (Arthroskopie) versorgt werden.

Auch bei Arthrose am Schultergelenk könne gut geholfen werden, so gibt es Schulterprothesen, die sehr gute Ergebnisse zeigen und vor allem die Lebensqualität betroffener Patienten verbessern. Den operierenden Ärzten des MVZ Stiftland stünden hierzu sowohl ambulante als auch stationäre Betten am Gesundheitszentrum Waldsassen der Kliniken Nordoberpfalz AG zur Verfügung. Trotz modernster Technologien, sei ein gutes Ergebnis immer nur als Teamleistung aus gutem Operateur, beherrschter OP-Technik, erfahrenen Therapeuten und dem Willen des Patienten zur manchmal langen konsequenten Nachbehandlung zu erreichen.

Zum Schluss viele Fragen

Als wichtigen Bestandteil dieser Nachbehandlung sah Chefärztin Eißner die orthopädische Rehabilitation sowie im Anschluss daran auch Rehasport oder Funktionstraining. Dabei verwies die Ärztin auf den Reha-Sportverein Waldsassen und auf die regionale Gruppe der Rheumaliga. Die interessierten Besucher nutzten im Anschluss noch rege die Gelegenheit zu speziellen Fragestellungen.
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