"Ich vermute, dass wir mit dem Falschparken beginnen und Gäste es nachmachen"
Strafzettel für Falschparker

Wer im Innenstadtbereich Waldsassens (Bild) künftig falsch parkt, muss auch am Wochenende und an Feiertagen mit Kontrollen rechnen. Archivbild: kgg
Lokales
Waldsassen
23.09.2014
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"Die Hälfte sind Einheimische" stellte Bernd Sommer beim Blick auf die Statistik von Parküberwacher Gerhard Laab fest. "Da stellt sich die Frage: Wer war zuerst da ?"

"Ich vermute, dass wir selbst mit dem Falschparken beginnen und die Gäste sich dann einreihen", sinnierte der Bürgermeister über das Verhalten der Waldsassener. In der Sitzung des Stadtrats am Montag ging es um die Situation in der Innenstadt - am Basilikaplatz, am Goetheplatz und am Johannisplatz. Dort dort gibt es klare Regeln, die vielfach missachtet werden. Jetzt beschloss der Stadtrat, dass auch an Wochenenden sowie an Feiertagen intensiver als bisher und verstärkt kontrolliert wird - mit Konsequenzen.

Aus den Reihen der SPD-Fraktion war beantragt worden, dass sich der Stadtrat nach der Sommerpause mit dem Thema befasst. In der Zwischenzeit hatte Parküberwacher Gerhard Laab an drei Wochenenden Falschparker auf die Regelungen im verkehrsberuhigten Bereich hingewiesen. Diese wären unbekannt, wie es in der Sitzungvorlage heißt.Für die CSU erklärte sich Fraktionssprecher Andreas Riedl grundsätzlich mit der verstärkten Kontrolle auch an Wochenenden einverstanden. Auch Annette Spreitzer-Hochberger wollte mit dem intensiveren Einsatz von Gerhard Laab an Wochenenden ein Zeichen setzen, dass die Stadt nicht untätig bleibe.

Fußgängerzone

Johannes Schuster (SPD) verwies auf die 620 - gebührenpflichtigen - Verwarnungen bis Ende August 2014. Alleine bei den 71 Hinweisen im Juni und im August hätte der Parküberwacher 11 Prozent davon erwischen können. "Es müsste eigentlich jeder wissen", wunderte sich Schuster über die schlechte Parkmoral einheimischer Autofahrer. Johann Wurm von den Freien Wählern meinte, dass eine Parkraumbewirtschaftung und Verkehrsberuhigung nicht zu vereinbaren wären und brachte in dem betreffenden Bereich eine "klassische Fußgängerzone" ins Gespräch. Damit ließe sich der "Schleichverkehr" verdrängen. "Aber das ist Zukunftsmusik." Nach dem Ende der Rathaussanierung werde aber darüber zu sprechen sein, sagte Wurm.

Eine regelmäßige Verkehrsüberwachung sei unerlässlich, erklärte Wurm weiter und verwies auf die Zuständigkeit der Polizei - außerhalb der Dienstzeiten von Gerhard Laab. Dabei unterstrich Wurm die arbeitsschutzrechtliche Seite und die geltenden Vereinbarungen.

Karlheinz Hoyer verwies auf die wegen der Außenbewirtschaftung von Restaurants belegten Parkplätze. Nun sollten die Tischgarnituren aber beseitigt werden, "... bevor das schlechte Wetter kommt", sagte Hoyer. Draußen könne nun ohnehin niemand mehr sitzen, andererseits würden die Parkflächen benötigt.
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