Ihnen wird selten etwas zu viel

Traditionell sind beim Neujahrsempfang besonders engagierte Persönlichkeiten geehrt und Verdienstmedaillen verliehen worden. Stehend von links die Abgeordneten Albert Rupprecht, Reiner Meier, Tobias Reiß, Stadtpfarrer Thomas Vogl mit den Geehrten Andreas Berling, Dieter Kannenberg Walter Pilsak, Josef Reindl, Siegfried Achatz und Karl Seitz sowie (sitzend, von links) Äbtissin Laetitia Fech, Zweiter Bürgermeister Karlheinz Hoyer, Bernhard Lux, Doris und Bernd Sommer sowie Manfred Kieslinger und Petra Sommer-
Lokales
Waldsassen
09.01.2015
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Für sie ist es Ehrensache, dass sie mehr tun als unbedingt nötig. Persönlichkeiten, die mit besonderem Engagement gesellschaftliches Leben gestalten, sind traditionell beim Neujahrsempfang gewürdigt worden.

In der Aula des Klosters wollte Bürgermeister Bernd Sommer die Ehrungen stellvertretend für eine Vielzahl von Personen in Waldsassen verstanden wissen. In vielen Gemeinschaften werde großartige ehrenamtliche Arbeit geleistet. "Ich weiß sehr wohl, dass das nicht selbstverständlich ist."

Zusammen mit Stellvertreter Karlheinz Hoyer überreichte Sommer jeweils eine Urkunde und ein kleines Geschenk, Verwaltungs-Geschäftsführer Karl-Hans Hofmann assistierte bei der Übergabe der Auszeichnungen.

Für seine langjährige Tätigkeit als Ministrant ausgezeichnet worden ist Andreas Berling . Er gehört seit über 15 Jahren der Ministrantenschar an und ist dafür bereits seitens der Kirche ausgezeichnet worden. "Dieses ehrenamtliche Engagement verdient aber auch öffentlichen Dank und Anerkennung", sagte Bernd Sommer. Krankheitshalber, wie es hieß, entschuldigen mussten sich Lucia Wimmer. Sie spielt seit Jahrzehnten die Orgel bei Gottesdiensten in der Krankenhauskapelle und im Altenheim.

Das "Offene Singen-Team"

Ausgezeichnet worden ist auch das "Offene Singen-Team": Josef Reindl bezeichnete Bürgermeister Sommer als "Seele des offenen Singens". Reindl wähle mit viel Fingerspitzengefühl für jeden Abend Lieder aus, studiere das Liedgut fachkundig ein und vermöge die Menschen "... zu begeistern, mitzumachen und ein beachtliches Niveau anzustreben." Siegfried Achatz ist das "Herz der Veranstaltung", wie Sommer über den Moderator der Sing-Abende, die von Achatz durch seine Stimme und durch Wortbeiträge gestaltet. Schließlich noch die beiden Musikanten Dieter Kannenberg und Walter Pilsak , die während der Abende die Sänger mit Gitarre und Akkordeon begleiteten.

Einen, wie es hieß, "musikalischen Hintergrund" hatte auch Ehrung von Karl Seitz - seit 50 Jahren Mitglied im Männergesangverein Waldsassen, "... als hilfsbereiter, humorvoller und geselliger Sänger einer der ,Guten Geister' des Männergesangvereins", wie Sommer sagte. Darüber hinaus ist Seitz seit 1978, somit also weit über 35 Jahre, als "Tafelmeister" - besser bekannt als Notenwart - engagiert. Beim Neujahrsempfang sind außerdem vier Verdienstmedaillen an Mitglieder des Stadtrats für zwölfjährige Tätigkeit in dem Gremium verliehen worden. Bernd Sommer würdigte die einzelnen Tätigkeiten; die Ehrung des Bürgermeisters (wir berichteten) übernahm Stellvertreter Karlheinz Hoyer. Manfred Kieslinger erhielt die Medaille für seine Stadtratsarbeit vom 1. Mai 2002 bis 30. April 2014. 2002 bis 2008 war Kieslinger etwa Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss und leitete dieses Gremium 2008 bis 2014.

Seit 2002 im Stadtrat vertreten ist Bernhard Lux, der seit Mai 2008 Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und Dritter Bürgermeister ist. Von Mai 2002 bis April 2014 im Stadtrat gehörte Petra Sommer-Stark dem Stadtrat an. Sommer würdigte in seiner Laudatio vor allem das Engagement als Beauftragte für Menschen mit Behinderung, dass die frühere Stadträtin auch nach dem Ausscheiden aus dem Gremium ausübt.

Vor den Ehrungen überbrachte Diakon Fritz Lieb, seit Juli in Waldsassen tätig, die Grüße der evangelischen Kirchengemeinde. Lieb wünschte, dass die Jahreslosung für 2015 eine immer wiederkehrende Herausforderung bleiben möge. "Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob", zitierte der Diakon aus dem Römerbrief. Einander annehmen falle in freudigen Situationen leicht, in unangenehmen eher schwer. Einander annehmen könne heißen, Gemeinschaft zu fördern.

Dekalog der Gelassenheit

Das Segensgebet sprach Äbtissin Laetitia Fech. Die Klosterchefin wählte dazu den "Dekalog der Gelassenheit" von Papst Johannes XXIII. "Wer von uns braucht keine Gelassenheit ?", sagte die Ordensfrau über die zehn Punkte umfassenden Ratschläge für eine unkomplizierte und einfache Lebensphilosophie.
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