Jahresabschluss im Galopp

Nach diversen Änderung - etwa eine Außentreppe als Fluchtmöglichkeit - wird der Umbau des Malzer-Stadels zum Kunsthaus auf rund 575 000 Euro veranschlagt. Das Projekt der Stadt soll zu 80 Prozent gefördert werden. Stadtbaumeister Hubert Siller erläuterte in der Sitzung am Montag den Entwurf von Architekt Markus Braun. Skizze: Atelier Braun
Lokales
Waldsassen
16.12.2014
3
0

Von wegen Advents- und Weihnachtsstimmung: Ein straffes Programm hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung des Jahres abgewickelt. Am Ende wurde es aber doch noch besinnlich.

13 Punkte umfasste die Tagesordnung des öffentlichen Teils, weshalb Bürgermeister Bernd Sommer als Sitzungsleiter gleich zu Beginn spürbar aufs Tempo drückte. Wegen der Fülle an Themen mussten die beiden Referenten Hans-Martin Pohl und Josef Weber ihren Vortrag "im Galopp" halten, wie Weber meinte - ein Schwerpunkt der Sitzung.

Immerhin ging es um die Präsentation der Ergebnisse des städtebaulichen Entwicklungskonzepts der Stadt Waldsassen - als Leitlinie für das Handeln in den nächsten Jahren bis 2025/30. Vieles davon, so zeigte sich während des Vortrags, ist bereits erledigt oder auf dem Weg. Keine großen Debatten mehr gab es über das Kunsthaus: Der Stadtrat billigte einstimmig die sanierungsrechtliche Genehmigung und den Bauantrag. Stadtbaumeister Hubert Siller erläuterte die Einzelheiten der Planung. Der Entwurf von Markus Braun war in den vergangenen Tagen nochmals überarbeitet worden - nach Gesprächen mit den der Denkmalbehörde.

Zweiter Zugang

Ein Aufzug, eine Außentreppe als Fluchtweg sowie ein zweiter Zugang zum Rathaushof sind die wesentlichen Neuerungen. Außerdem solle der Charakter des Stadels gewahrt bleiben, wie es hieß. Dazu bleiben die Öffnungen in den Giebelseiten erhalten. Das Projekt ist inzwischen auf rund 575 000 Euro veranschlagt; frühere Berechnungen gingen von 430 000 Euro aus.

Mindestens 80 Prozent sollen über Fördermittel finanziert werden. "Wir hoffen, dass wir dieses Jahr den Bescheid auf den Tisch bekommen", war der Bürgermeister zuversichtlich. Bernd Sommer stellte in seinen Weihnachtswünschen die "sachliche und konstruktive Arbeit für Waldsassen" heraus und fügte hinzu, dass dies vor- und nach der Wahl der Fall gewesen sei. "Das zeichnet das Gremium in Waldsassen aus." Johannes Schuster (SPD) würdigte die, so wörtlich, "geräuschlose" Arbeit der Verwaltung, die der Stadtrat absegne. Schuster sagte, es sei immer eine Freude gewesen, mit dem gemeinsamen Ziel der Weiterentwicklung Waldsassens zusammenzuarbeiten." Bernhard Lux sah Waldsassen im Aufwind. "Die Talsohle ist durchschritten." Die Runde beendete Andreas Riedl. Er dankte nach dem ersten Halbjahr als CSU-Fraktionssprecher für die Unterstützung aus den eigenen Reihen und unterstrich die gemeinsame Arbeit, um Waldsassen weiter nach vorne zu bringen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.