Keine eigene Kontaktperson für Nachwuchs-Stadtrat
Johann Wurm zweiter Jugendbeauftragter

Lokales
Waldsassen
23.09.2015
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Schon fast in letzter Sekunde vor der Abstimmung meldete sich Bernhard Lux: Er bremste Bürgermeister Bernd Sommer "... von 120 auf 0", wie es im Stadtrat hieß, als er den Kandidatenvorschlag der Freien Wähler unterbreitete: Wenig später war Johann Wurm gewählt - zum stellvertretenden Jugendbeauftragten. Bei der Abstimmung über den Stellvertreter von Annette Spreitzer-Hochberger unterstützte der Stadtrat den Vorschlag geschlossen - auch die SPD-Fraktion.

Zuvor gab es aber Unstimmigkeiten über die Zukunft des Postens des Beauftragten für den Jugendstadtrat. Auch diesen besetzte bisher Annette Spreitzer-Hochberger inne. Weil sich beide Ämter nicht strikt voneinander trennen ließen, sah der Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, den Posten des Ansprechpartners für den Jugendstadtrat erst nicht mehr zu besetzen. CSU und Freie Wähler stimmten dafür, die SPD komplett dagegen. Andreas Riedl (CSU) schlug zuvor für das Amt Markus Scharnagl vor. Gleichzeitig ließ der Sprecher durchblicken, dass er sich auch mit einer fraktionsübergreifenden Lösung anfreunden könnte. Die SPD hielt aber gar nichts davon, den weiteren Job im Ressort "Jugendarbeit" komplett abzuschaffen. "Die Aufgaben reichen für zwei Leute", reklamierte Johannes Schuster die Beibehaltung des Postens in der bisherigen Form. Elmar Brandl machte darauf aufmerksam, dass in der Geschäftsordnung für den Jugendstadtrat klar geregelt sei, dass ein eigener Beauftragter als Kontaktperson bei den Sitzungen zur Verfügung zu stehen habe. "Da müssten wir dann die Satzung ändern."

"Es sollte um die Jugend gehen, nicht um den Titel eines Postens", meinte Bernhard Lux und plädierte dafür, sich innerhalb des Gremiums "irgendwie" zu einigen. Die Freien Wähler verzichteten auf einen eigenen Bewerber, erklärte Lux und hoffte, dass sich auf diese Weise "... die kleine Streitigkeit möglichst schnell beilegen" ließe. Und auch Annette Spreitzer Hochberger erklärte, sie wolle keine Ämterhäufung. "Es wäre eine schöne Sache, wenn das parteiübergreifend zu lösen wäre."

Scharnagl verzichtet

Auch Markus Scharnagl erklärte, er wolle keine Ämter anhäufen und meinte, er würde auf seine Kandidatur verzichten, falls sich andere Bewerber fänden. Nachdem die SPD niemand für den Posten benennen wollte und Robert Christ eine rasche Abstimmung empfahl, meldete sich eben Bernhard Lux und nannte Johann Wurm als Kandidat.
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