Keine "gmahde Wies'n"

Eine Blechlawine quält sich täglich durch Waldsassen (im Bild vor der großen Ampelkreuzung in der Prinz-Ludwig-Straße). Wenn dann auf der Gegenspur noch Schwerlastverkehr unterwegs ist, geht zeitweilig gar nichts mehr. Unterdessen wird an der Verlegung der Bundesstraße weiterhin gearbeitet - allerdings eher verwaltungsintern. Achivbild: kgg
Lokales
Waldsassen
31.10.2014
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Noch im Oktober wollte Straßenbauamts-Chef Henner Wasmuth die Unterlagen zur Regierung bringen. Dennoch: Mit einem Erörterungstermin in diesem Jahr dürfte es nichts mehr werden.

Die Stellungnahme zu den Einwendungen während der Auslegungsfrist würden noch bearbeitet, erklärte Wasmuth über den aktuellen Stand der Planungen für die Verlegung der Bundesstraße B 299. Am Rande des Besuchs in Waldsassen, bei der Baustelle am Krankenhaus (wir berichteten), schilderte Wasmuth den weiteren Weg.

Existenzgefährdend

"Wir stehen mit der Gemeinde in engem Kontakt", sagte Wasmuth, was der Bürgermeister bestätigte. Vieles geschehe im Hintergrund, ließ Bernd Sommer wissen - und tritt damit Vermutungen entgegen, wonach in Sachen Umgehung nicht mehr viel passiert. "Verwaltungsintern gibt es eine sehr enge Abstimmung und viel Arbeit." Wasmuth ergänzte: "Es geht auch um eigentumsrechtliche Fragen." Der Leiter des Staatlichen Hochbauamts Amberg-Sulzbach sprach auf NT-Anfrage von einer "Verschärfung der Rechtssprechung", im Hinblick auf die Existenzgefährdung von landwirtschaftlichen Betrieben. "Da müssen wir schauen, dass wir das möglichst wegbringen - eben Flächen suchen."

"Ich kümmere mich darum", sagte Wasmuth, was die zügige Weitergabe der Planunterlagen an die Regierung betrifft, nach dem Bearbeiten der Einwendungen. Dass diese noch in diesem Jahr bei einem Erörterungstermin behandelt werden könnten, davon geht der Behördenchef nicht aus.

Hohe Arbeitsbelastung

Dafür sei die Arbeitsbelastung zu groß. Anfang nächsten Jahres, so schätzt Wasmuth, würde es dann so weit sein. Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht sieht gute Voraussetzungen dafür, dass das die Bundesstraßen-Verlegung in Waldsassen auch weiterhin im Bundesverkehrswegeplan bleibt.

"Waldsassen will"

Denn bis zur Kommunalwahl sei dies nicht so gewesen: "Die im Ministerium hatten im Kopf: Waldsassen weiß selbst nicht, ob man etwas will." Dann aber sei das Ergebnis bei der Wahl die eindeutige Aussage gewesen, "... dass Waldsassen will." Dies sei auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt so erklärt worden.

Die Gefahr sei relativ gering, dass das Projekt Waldsassen aus dem vordringlichen Bedarf herausfällt. Keine, so der MdB wörtlich, "g'mahde Wies'n" wäre aber die Finanzierung. Sie sei nicht automatisch mit dem vordringlichen Bedarf gesichert. "Da müssen wir dranbleiben und das machen wir auch", versprach Rupprecht. Für ihn wäre die Maßnahme die wichtigste im Wahlkreis. "Herr Wasmuth und ich haben hohe Ziele und das ist: Das Level halten", sagt Rupprecht. "Es gibt in meinem Wahlkreis keine Bundesstraßen-Maßnahme, die baureif ist und nicht finanziert ist. Das war immer das Motto in den letzten Jahren und das sollte so bleiben." Auch MdL Tobias Reiß wollte bei Staatssekretär Gerhard Eck die besondere Bedeutung des Projekts unterstreichen.
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