Körperwelten in der Basilika

Abt Dr. Reinhold Dessl (Dritter von links) und Stadtpfarrer Thomas Vogl (Zweiter von rechts) waren die Hauptzelebranten beim Festgottesdienst am Sonntagvormittag. Im Hintergrund Äbtissin Laetitia Fech (rechts) und Schwester Sophia Schlembach. Bild: jr
Lokales
Waldsassen
03.08.2015
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"Ich komme mir vor wie in einer Domkirche. Die Reliquien sind zwar da, aber wegen der Baustelle sehen wir sie nicht", sagte Hauptzelebrant und Festprediger Abt Dr. Reinhold Dessl, vom Zisterzienserstift Wilhering (Oberösterreich).

Der vor zwei Jahren zum Abt geweihte geborene Linzer zeigte sich vom Basilikachor stark beeindruckt. Er gestaltete gemeinsam mit den Waldsassener Blechbläsern den Festgottesdienst. Konzelebrant am Altar war Stadtpfarrer Thomas Vogl.

Gleich zu Beginn seiner Predigt erinnerte der Abt an seinen jüngsten Besuch in Amsterdam, wo er eine Körperwelten-Ausstellung besuchte. Als er die Ausstellung sah, kam ihm gleich die Basilika in Waldsassen in Erinnerung. Die kannte er vom Kirchenführer, den ihm Stadtpfarrer Thomas Vogl geschickt hatte. "Auch hier in Waldsassen ist es eine Körperwelten-Ausstellung", sagte der Abt, wenngleich diese derzeit wegen der Baustelle nicht zu sehen seien.

Zeugen der Auferstehung

"Die Reliquien sind für uns Christen die Erinnerung, dass wir mit Leib und Seele Christen sind und wir bei der Auferstehung mit Glanz und Würde dabei sind." Reliquien seien stumme Zeugen in der Hoffnung der Auferstehung. Wir Christen seien mit Leib und Seele gerufen. "Auch Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen, diese Hoffnung haben auch wir". Der Abt sah in der Aufnahme bei Gott die Vollendung des Menschen gegeben. Im Übrigen sah er es als toll an, das Wallfahrten wieder im Kommen ist, wie die jüngsten Pilgertouren und Pilgerreisen zeigten. Weiter sprach er sich für ein Ja zur Schöpfung Gottes aus. Nachdenklich sagte er: "Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Welt zu einer Müllhalde verkommt. Die Sorge um die Schöpfung Gottes gehört zu den großen Aufgaben für uns Menschen".

Abschließend bat er die Heiligen Leiber weiter zu verehren, immer mit der Hoffnung auf die Auferstehung. "Und bewahren wir uns die Schöpfung unserer Erde."
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