Kreuz am Kondrauer Quellenweg restauriert
Maria mit dem leidenden Gesicht

Lokales
Waldsassen
23.09.2015
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Manfred Brunner wurde am Ostermontag darüber informiert: Am großen Kreuz an der Ecke Mitterteicher Straße/Kondrauer Quellenweg hing das Kupferblech als Überdachung teilweise herunter. Jetzt hat Stadtpfarrer Thomas Vogl das Kreuz wieder gesegnet, nachdem es restauriert worden war.

Holz total morsch

Wie Gerwig-Kreis-Vorsitzender Brunner berichtet, war nach Ostern das Kreuz von Stadtbauhof-Arbeitern abmontiert und abtransportiert worden. Am Bauhof zeigte sich, dass das Holz total morsch ist und so ein neues Kreuz notwendig sei. "Wir dürfen heilfroh sein, dass nichts Schlimmeres passiert ist", sagte Brunner. Nachdem die beiden aus Blechschnitt bestehenden Figuren Jesus und Maria farblich nicht mehr ansehnlich waren, wurden diese von Kurt Heinzl neu bemalt.

Jetzt ist das Kreuz, das mit einem von Bauhof-Schreiner Hubert Thoma neu geschaffenen Kreuzesbalken ersetzt wurde, wieder aufgestellt worden. Brunner dankte Kurt Heinzl und der Stadt, dass dieses Kreuz in neuem Glanz erscheint.

Porzellan-Schrifttafeln

Brunner gefiel an dem Kreuz besonders die Muttergottes-Darstellung. Sie zeige nicht wie sonst üblich ein noch junges Gesicht sondern ein leidendes - wegen der Kreuzigung ihres Sohnes. Diese Mariendarstellung inspiriere zum Nachdenken. Die Porzellan-Schrifttafeln am Kreuzbalken weisen zu einem darauf hin, dass dieses Kreuz von Josef und Margaretha Kutzer aus Kondrau errichtet, der Ehre Gottes gewidmet wurde. Erneuert wurde es zuerst im Jahre 1927, dann 1946, 1954 und 1967 durch die Porzellanfabrik Gareis & Kühnl. Die letzte Restaurierung erfolgte 1980 durch den Gerwig-Kreis und die Stadt Waldsassen und liegt somit 35 Jahre zurück. Manfred Brunner bedauerte es, dass es keine Porzellanfabrik mehr in Waldsassen gibt und die jetzige Tafel aus Kunststoff besteht.
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