Kurven im Flusslauf

Beim ökologischen Ausbau des Wondreb-Flussbettes plant das Wasserwirtschaftsamt zwischen dem Fischaufstieg beim Schupferteich und dem Stadtgebiet Waldsassen etwa 45 Aufweitungen. Zwei davon sollen im Abschnitt entlang des Festplatzes (Bild) zwischen den Brücken entstehen, über die die Karolinen- und die Lämmerstraße führen. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
04.12.2014
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Die Wondreb soll ab Herbst 2015 im Abschnitt vom Fischaufstieg beim Schupferteich bis zur Johannes-Nepomuk-Brücke strukturreicher als bisher gestaltet werden. In der Sitzung des Bauausschusses ging es um die Einzelheiten.

Es handelt sich hierbei nicht um eine Wiederherstellung des historischen Zustandes, sondern um eine begrenzte Abweichung von der begradigten Uferline. Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden, beabsichtigt den "ökologischen Ausbau" der Wondreb bei Waldsassen. Zweck des Vorhabens wäre die "Umgestaltung eines nach technischen Gesichtspunkten begradigten Gewässers zu einem strukturreichen Gewässerabschnitt", heißt es in der Tischvorlage der Verwaltung.

Auf 1600 Meter Länge

Der Umbau soll laut Bürgermeister Bernd Sommer erst im Herbst 2015 in Angriff genommen werden. Die Länge des Ausbauabschnittes beträgt etwa 1600 Meter: An rund 45 Stellen werden einseitige Aufweitungen von 3 bis 5 Meter Breite, sogenannte Vorschüttungen an der Gegenseite und neue Flussbögen mit flutmuldenartigen Verfüllungen des bestehenden Gewässerbettes vorgenommen. Zwei der Ausweitungen sollen zwischen den beiden Brücken entlang des Festplatzes und dem gegenüberliegenden Egrensis-Freibad entstehen. Die Ausbuchtungen sind auf der Festplatz-Seite geplant. Bauamts-Verwaltungsleiter Martin Rosner sagte bei der Sitzung, die Stadt wolle beim Wasserwirtschaftsamt für nur eine Krümmung plädieren.

Die Maßnahme, so Sommer, wäre "hochwassertechnisch ein Plus" und zudem eine Verbesserung für die Tier- und Pflanzenwelt in der einst fischreichen Wondreb. Dies sei bisher durch das schnell fließende Wasser nicht möglich gewesen. Die für den Ausbau benötigten Flächen befänden sich im Eigentum des Wasserwirtschaftsamts. Helmut Plommer und Karlheinz Hoyer äußerten einen Vorschlag: Im Zuge dieser Maßnahme könnte, so die beiden Ausschuss-Mitglieder, das Wasserwirtschaftsamt einen Fuß- und Wanderweg entlang des neuen Flussbettes in die Planung mit aufnehmen.

Probleme für Kajak-Fahrer

Mit zur Kenntnis ans Wasserwirtschaftsamt weitergeben wird laut Sommer auch der schon schriftlich vorliegende Hinweis der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum (KuBZ) Abtei Waldsassen. Denn die Veranstalter von Kanu- und Kajakfahrten befürchten, dass es in den geplanten Kurven mit den größeren der Sportgeräten recht eng werden könnte.
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