Lange Liste mit vielen Aufgaben

Vor Beginn der Beratungen in der Staatlichen Realschule im Stiftland in Waldsassen besichtigte der Ausschuss für Schule, Bildung und Sport die sanierten Werkräume. Werklehrer Joachim Peetz erläuterte die Details. Bild: pz
Lokales
Waldsassen
02.03.2015
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Da setzt der Landkreis Tirschenreuth alljährlich eine schöne Stange Geld ein: 7,8 Millionen Euro stehen im Haushaltsentwurf für die kreiseigenen Schulen sowie für die Hallenbäder zur Verfügung.

Im Ausschuss für Schulen, Bildung und Sport standen die 2015 vorgesehenen Ausgaben zur Diskussion. In dem Budget enthalten sind auch die Haushalte für Volkshochschule, Kreismusikschule, Schülerwohnheim und Kreisbildstelle. Vor den Beratungen im Biologiesaal der Staatlichen Realschule im Stiftland stand als erster Punkt die Besichtigung der renovierten Werkräume auf der Tagesordnung. Reiner Summer begleitete die Gäste durchs Haus - stellvertretend für Schulleiterin Kerstin Janke und Konrektor Stefan Drexler. Beide hatten sich im Zuge der Grippewelle krank gemeldet.

Die Sanierung der Werkräume war im November 2014 abgeschlossen worden und kostete rund 196 000 Euro, informierte Landrat Wolfgang Lippert das Gremium. Das allerdings sollte noch die kleinere Summe in der Liste der noch anstehenden Ausgaben sein, wie sich wenig später zeigte. "Was hier schon erledigt ist, haben wir alles noch vor uns", erklärte German Helgert, der bei der Sitzung dabei war. Der Tirschenreuther, früher Konrektor an der Waldsassener Realschule, ist jetzt Rektor in Kemnath. Dort, an der zweiten Realschule in der Trägerschaft des Landkreises, besteht enormer Sanierungsbedarf. "Für die nächsten Haushalte ist die Realschule Kemnath immer ein Thema", befand Landrat Lippert in Anbetracht der vielen Maßnahmen, die dort anstehen. Die erläuterte zuvor Simone Schraml von der Hochbauabteilung am Landratsamt.

"Sammelsurium"

Die Mitglieder des Schulausschusses erfuhren detailliert, was in der Kemnather Realschule, die zurzeit 981 Schüler in 40 Klassen besuchen, alles im Argen liegt. Als "Sammelsurium verschiedener Gebäudeteile" aus den Jahren 1950 bis 2002 bezeichnete Simone Schraml die Realschule, die abschnittsweise immer wieder an- und umgebaut sowie saniert worden war. Immer wieder genannt wurde die Notwendigkeit energetischer Nachbesserungen. Die Bauexpertin hatte in Zusammenarbeit mit der Schulleitung eine Prioritätenliste mit den aus baulicher Sicht wichtigsten sowie wünschenswerten Maßnahmen erstellt: Auf der Grundlage dieses Bewertungssystems würden dieses Jahr der Musik- und Chemiebereich saniert und die Innenausstattung erneuert; 2016 steht der Verwaltungstrakt an sowie in den Jahren 2015 bis 2017 die Turnhalle, wobei Simone Schraml von einer Generalsanierung sprach.

Von 2016 bis 2020 wäre dann der Biologie- und der Physiksaal an der Reihe. Die von der Schulleitung noch gewünschte Renovierung der Pausenhöfe wäre aus baulicher Sicht noch nicht vorrangig und müsse deshalb hintangestellt werden, wie es weiter hieß.

Mehr Geld für Bauunterhalt

Den Sitzungsunterlagen zufolge steigt der Haushaltsansatz für den Bauunterhalt der Realschule Kemnath um 160 550 Euro auf 337 350 Euro, wobei der Musik-Chemie-Trakt mit 150 000 Euro und die Innensanierung des Musiksaals mit 85 000 Euro zu Buche schlägt. Die Sanierung des Chemieraums für 161 000 Euro war im Herbst 2014 beendet worden.
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