Lebendiger Barock in der Basilika

Im vorderen Teil des Chorraums ist das Gerüst bis zur Hälfte abgebaut. Die neue Farbfassung ist bereits gut sichtbar. Stadtpfarrer Thomas Vogl lobt die gute handwerkliche Arbeit der an der Sanierung beteiligten Fachleute. Auch der neue Pfarrvikar Pater Saji (links), der die Basilika von früheren Besuchen als Urlaubsvertretung in der Pfarrei Konnersreuth kennt, ist von dem neuen Erscheinungsbild beeindruckt. Bild: pz
Lokales
Waldsassen
24.09.2014
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Allmählich wird der Blick in den Himmel frei: Nach dem Abschluss der Innensanierung im Chorraum wird der frische Glanz der Raumschale sichtbar.

Vor allem die in pfirsichfarbenem Ton gehaltenen Engel unterm Gewölbe fügen sich dezent in die Gestaltung mit ein. "Ich habe teilweise den Eindruck, dass die Farbgebung zurückhaltender ist als bei der Musterachse", findet Stadtpfarrer Thomas Vogl. "Aber vielleicht täuscht man sich auch, wegen der Lichtverhältnisse." Heller als in der Musterachse erscheinen die Grau-Rücklagen in den Gurtbögen, an den Balustraden und Balkonen.

Bis zum Frühjahr 2017

Handwerklich sehr gut gearbeitet und ausgeführt wären die Arbeiten, so der Stadtpfarrer. "Es ist einer relativ knappen Zeit erledigt worden." Dies lasse erwarten, dass die weitere Sanierung im Langhaus schnell und zügig fortgesetzt werden kann - im geplanten Zeitraum: Bis Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein.

"Kann sich sehen lassen"

"Es wurde erfolgreich und sehr gut gearbeitet. Das muss man honorieren und das kann sich sehen lassen", sagt Pfarrer Vogl. Die Fresken wie die Ölgemälde mit den Evangelisten in den Medaillons hätten sehr gewonnen. Am Hochaltar war das große Bild überarbeitet und gereinigt worden. Einer der beiden Engel ganz oben, die das Kreuz halten, hat auch den verlorenen Finger wieder bekommen. Auch die anderen Figuren seien alle gereinigt, Schäden ausgebessert worden. "Bei der Befunduntersuchung ist eine Weiß-Fassung festgestellt worden, die mit Leimfarbe übermalt worden ist", weiß der Stadtpfarrer über die Figuren am Hochaltar. Aber im Moment bestehe kein Handlungsbedarf.

Außerdem würde eine intensivere Überarbeitung das Gesamt-Erscheinungsbild mit den Figuren des Chorgestühls stören. "Das aber war weder zeitlich noch finanziell zu leisten", sagt Pfarrer Vogl über den in diesem Falle nötigen weiteren Sanierungsaufwand. Jedenfalls scheint der Hochaltar nun wieder mehr eingebunden, meint Vogl. "Der Grundton setzt sich in den Fresken und in der Raumschale fort." Das Chorgestühl ist während der Sanierung mit einer Einhausung geschützt worden. Die muss wieder zurückgebaut und dann die Bilder und die Figuren darüber wieder an Ort und Stelle gebracht werden. "Das dauert dann schon seine Zeit", sagt Stadtpfarrer Vogl und spricht von rund vier Wochen.

Bis Mitte Oktober

Bis Mitte Oktober müsse die Gerüstkonstruktion abgebaut sein. Bereits in der kommenden Woche wird nach Auskunft eines Mitarbeiters der beauftragten Firma im Querschiff der Basilika ein Gerüst errichtet: Die große Trennwand, die durch den Behang mit dem großen Kreuz verborgen blieb, wird ebenfalls bald wieder entfernt. (Angemerkt/Info-Kasten)
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