Lehrpfad und Imkerei

Dr. Christoph Goppel vom Umweltministerium überreichte die Urkunde an die Projektleiter der Mittelschule Waldsassen, Lehrerin Judith Müller, Sozialpädagogin Carolin Kellner und Lehrer Helmut Weiß (von links). Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
19.11.2014
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Zwei Aktionen im vergangenen Jahr waren eingereicht worden. Jetzt ist die Arbeit der Mittelschule belohnt worden - mit dem Umweltsiegel und dem Prädikat "Umweltschule in Europa - internationale Agenda 21-Schule".

Bei einer Feierstunde im Gymnasium Neutraubling überreichte das Umweltsiegel Dr. Christoph Goppel vom Bayerischen Umweltministerium. Die Projektleiter Judith Müller, Carolin Kellner und Helmut Weiß nahmen die Auszeichnung in Empfang.

Klassen der 8. und 9. Jahrgangsstufe kümmern sich seit über einem Jahr um den Obstbaum-Lehrpfad an der bayerisch-tschechischen Grenze, östlich der Ortschaft Hatzenreuth. Schützen durch Nützen - Obstbaum-Lehrpfad-Rettungsaktion" lautet der Titel des Projekts.

Der Obstbaum-Lehrpfad säumt den grenzüberschreitenden Wanderweg, der Deutschland und Tschechien miteinander verbindet. "Der Lehrpfad wurde vor einigen Jahren von der Stadt Waldsassen angelegt, aber in der Folge kaum gepflegt bzw. genutzt", heißt es dazu in der Pressemitteilung der Schule.

Eigenes Obst, eigener Saft

Die jungen Leute erledigten den Sommerschnitt der Obstbäume und legten Baumscheiben zur besseren Bewässerung an, schichteten eine Natursteinmauer auf und legten eine Benjes-Hecke an und frischten die Informationstafeln auf. Im Herbst standen die Obsternte und das Pressen von Säften auf dem Programm. Möglich wurde diese Aktion nur durch die Unterstützung des Kultur- und Begegnungszentrums/Umweltstation der Abtei Waldsassen, der Jugendsozialarbeit an Schulen, der Obst-und Gartenbauvereine Waldsassen und Konnersreuth sowie die Förderung durch das bayerische Umweltministerium.

"Mit den Bienen durchs Jahr" - so lautete der Titel des zweiten Projekts, das eingereicht wurde. Die Arbeitsgemeinschaft Ökologie/Imkerei, die schon seit der Mitte der 80er Jahre an der Schule besteht, beschäftigt sich seit dem Jahr 1999 schwerpunktmäßig mit dem Leben der Bienen und deren Einfluss auf die Ökosysteme. "In klassenübergreifenden Kleingruppen werden die Bienen während des Jahres begleitet", heißt es dazu in der Pressemitteilung der Schule. Beginnend mit der letzten Einfütterung im September über die Varroabehandlung im Winter werden die praktischen Tätigkeiten am Bienenvolk mit den Auswinterungs-Arbeiten fortgesetzt.

Höhepunkt im Bienenjahr

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dann im Frühjahr: Völkererweiterung, Völkervermehrung durch Ableger oder Natur-Schwärme, Heranziehen neuer Königinnen. Höhepunkt des Bienenjahres ist für die beteiligten Schüler natürlich das Honigschleudern.

Nächstes Jahr wieder dabei

Die Teilnehmer der Mittelschule sind sich einig, dass sie sich auch nächstes Jahr für das Umweltsiegel bewerben werden. "An geeigneten Projekten mangelt es nicht."
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