Leidenschaftliche Freude am Glauben

Schulsprecherinnen im Habit Einen originellen Auftritt hatten sich die Schulsprecherinnen Lea Doppler, Lucia Müller, Lea Klarner und Anna-Lena Achatz am vergangenen Freitag beim Festakt "150 Jahre Mädchenbildung" ausgedacht. Im Zisterzienserinnen-Habit liefen die Mädchen zunächst in der Aula des Klosters ein. Später, in normaler Kleidung, ernteten sie für ihre Moderation viel Beifall. (Weiterer Bericht über den Festakt in unserer morgigen Ausgabe) Bild: tr
Lokales
Waldsassen
05.10.2015
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"Wenn sich einer freut freuen sich zwei andere mit". Ein Sprichwort hat Stadtpfarrer Thomas Vogl leicht abgewandelt, als er zu Beginn des Pontifikalgottesdienstes mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer von der "Trias Kloster, Kirche und Stadt" sprach.

Die Feier in der Stiftsbasilika gestalteten die beiden Schulchöre vorm Hochaltar - unter Leitung von Doris Heindl und Martina Kick-Wittmann und mit Begleitung von Regionalkantor Kirchenmusiker Andreas Sagstetter. Die Fürbitten trugen Mitglieder des Elternbeirats, Schülerinnen sowie die Ordensschwestern Raphaela Maria Kratzer und Hanna-Maria Ehlers vor. Hauptzelebrant war Bischof Rudolf, daneben standen am Altar Dekan und Stadtpfarrer Thomas Vogl, Pater Marianus Kerketta, Pfarrer Simon Mayer aus Karlstadt/Main, Abt Wolfgang Hagl von der Abtei Metten und vom Kloster Fockenfeld Pater Benedikt Leitmeyr und Pater Friedhelm Czinczoll.

Über die "große erwartungsvolle Zuhörerschaft" in den Kirchenbänken freute sich Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zu Beginn der Predigt, sagte den Ordensfrauen der Abtei Waldsassen ein "Vergelt's Gott" für die Arbeit in der Mädchenbildung seit 150 Jahren.

Sorgen nicht kleinreden

Das Thema Mädchenbildung verknüpfte der Bischof auch mit dem Zustrom von Flüchtlingen - größtenteils Muslime. Sie kämen aber nicht, um das Abendland auf friedliche Weise zu erobern. "Sie kommen zu uns, weil sie wegen Krieg, Terror und Vertreibung keine Heimat haben." Extreme Islamisten würden den Bürgerkrieg anzetteln, den Namen Gottes in Verruf bringen und die Religion mit Füßen treten. Immer beginne es mit der Zerstörung von Schulen, vor allem der Mädchenschulen.

Die Sorgen und Nöte wegen der Flüchtlingsbewegung wollte der Bischof nicht kleinreden. "Aber wenn wir zu unseren christlich-abendländischen Tradition stehen, dann brauchen wir keine Angst haben vor einer Islamisierung." Menschen hierzulande müssten aber zu den überlieferten Werten stehen, Neuankömmlinge damit vertraut machen und sie "... von der Größe und Schönheit unseres Glaubens überzeugen."

Wenn die eigene Sache aber verleugnet werde und Menschen glaubensschwach seien, könne den Herausforderungen vielleicht nicht begegnet, geistlich-religiöses Leben vielleicht nicht aufrecht erhalten werden. "Bleiben Sie in dieser leidenschaftlichen Freude am Glauben verbunden, helfen Sie auf diese Weise die großen Herausforderungen der Zukunft zu bestehen."

Gottes Gebote achten

"Gott hat es so eingerichtet und es ist gut so", schnitt Bischof Rudolf ein weitere Thema an: Niemand werde diskriminiert, wenn die Ehe als Verbindung von Mann und Frau privilegiert bleibe, als Keimzelle für die Zukunft von Staat und Gesellschaft. Auch die Mädchenrealschule sei ein Ort, wo geschlechterspezifisch junge Menschen für das Leben geformt werden. "Lassen wir uns nicht einreden, dass das christliche Menschenbild altmodisch und mittelalterlich sei." Es sei vielmehr das allein zukunftsfähige. Schließlich riet der Bischof den Schülerinnen, nicht dem Glück hinterher zu laufen. "Zufriedenheit und Glück ist immer eine Nebenwirkung und stellt sich ein auf dem Rücken einer guten Tat", sagte Dr. Voderholzer und riet dazu, auf das Wort Gottes zu hören, seine Gebote zu achten und sich Jesus Christus zum Vorbild zu nehmen.
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