Mit Geld und Geschäftsordnung

Lokales
Waldsassen
02.05.2015
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Das Gremium wird im Idealfall arbeiten wie das große Vorbild: Noch vor der Sommerpause soll der Jugendstadtrat gewählt werden. Doch bis zur Abstimmung gibt es noch viel zu tun.

Die Wahl - in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien - bildete den Schwerpunkt der Stadtratssitzung am Montag. Eineinhalb Stunden debattierte das Gremium darüber. 11- bis 17-Jährige Jugendliche werden im Jugendstadtrat vertreten sein. Er solle nachhaltig arbeiten und absolut unpolitisch sein, erklärte Bürgermeister Bernd Sommer. Und ließ dabei durchblicken, dass das Gremium mit Budget und Geschäftsordnung ausgestattet werden wird. Dafür müsse die Geschäftsordnung des "großen" Stadtrats geändert werden.

Vor zwei Jahren schon hatte der damalige Stadtrat einen groben Fahrplan aufgestellt. Mitunter auch der Kommunalwahlen wegen war "die Angelegenheit ausgesetzt" worden, wie es dazu in der Vorlage der Verwaltung heißt.

Am Montag präsentierte Annette Spreitzer-Hochberger das Konzept. Die CSU-Frau war bei der konstituierenden Sitzung vor gut einem Jahr zur Beauftragten für den Jugendstadtrat bestimmt worden und koordiniert das Vorgehen bis zur Wahl. Der Weg dorthin verläuft aber nun deutlich anders als zuvor geplant - was die SPD-Fraktion zunächst verwunderte und sie deshalb erst nach kurzer Beratung außerhalb des Rathaussaals abstimmen wollte. Am Ende ist die Wahlordnung in der neuen Version aber von allen drei Fraktionen - CSU, SPD und Freie Wähler - einstimmig beschlossen worden.

"Geborene" Mitglieder

Wesentlichste Neuerung gegenüber früheren Überlegungen ist die Anzahl der Mitglieder des Jugendstadtrats. Ihm sollten zunächst 7 Leute angehören - jetzt sind es 15. Davon werden voraussichtlich 8 gewählt, während die anderen 7 "geborene Mitglieder" sind: Jeweils 2 Bewerber dürften Mittelschule und Gymnasium vorschlagen, außerdem die beiden Realschulen in Waldsassen. Förderschule und Lebenshilfe-Schule könnten einen weiteren Vertreter entsenden, wie es hieß. Damit gewinne, sagte Bürgermeister Sommer, der Jugendstadtrat auch einen "integrativen Ansatz".

Jeder kann sich bewerben

Bewerber für die acht frei zu wählenden Jugend-Stadträte sollen vor allem über die Vereine gewonnen werden. Im Prinzip könnten sich aber auch Jugendliche ohne Bindung an Vereine für den Posten als Jugendstadtrat bewerben.

Präsentation am 4. Mai

Die SPD-Fraktion war wichtig, dass nicht nur Schüler dem Jugend-Parlament angehören, sondern auch Leute aus dem Handwerk. Beim Vorbereitungstreffen für das Ferienprogramm (Montag, 4. Mai) im Rathaussaal wird das Konzept vorgestellt.
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