Mit Güte, Kraft und Geduld

Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß überreichte dem scheidenden Konrektor Karlheinz Pöhnl (links) die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
16.02.2015
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Nicht nur bei Kindern flossen Tränen. Auch einige Lehrerinnen waren gerührt. Karlheinz Pöhnl, Konrektor der Markgraf-Diepold-Grundschule, ist nach 44 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet worden.

Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß übergab dem bei Kindern, Lehrerkollegium und Eltern geschätzten Pädagogen bei der Feier am Freitag (wir berichteten bereits) die Versetzungsurkunde. Zunächst waren die Mädchen und Buben mit ihren Lehrkräften in der Aula zusammengekommen und sagten "Auf Wiedersehen" - mit einem bunten Programm. Auch "seine" Klasse 4 a, die Pöhnl, bis zum letzten Tag geführt hatte, verabschiedete sich mit einem Lied und Geschenk. Unter Leitung von Rektorin Maria Piendl eröffnete die Klasse 4b mit einem Rap "Unser Konrektor geht in Pension, wir begrüßen euch zu dieser Aktion". Dazu hatte die Schulleiterin passende Texte formuliert: "Die Arbeit mit Kindern, die machte ihm Spaß, auch als Konrektor er das nie vergaß - auf dem Weg in die Zukunft hat er viele begleitet, mit Güte und Kraft und Geduld die Kinder geleitet."

Lehrerkollegium und Ehrengäste trafen sich danach im Lehrerzimmer. Schülerinnen aus der Klasse 4a - Daria Codlova, Christina Illmann und Alena Selch auf der Gitarre - eröffneten mit dem "Tango Mango" die Feierstunde. Nach einem Sketch des Lehrerkollegiums - auf den scheidenden Konrektor gemünzt - zitierte Schulleiterin Maria Piendl Wilhelm Busch: "Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden." Pöhnl wurde 1991 Konrektor in Waldsassen und stand seit 2006 an der Seite von Maria Piendl, die damals Schulleiterin wurde. "Du ... hast konsequent Verantwortung übernommen. Du warst ein sogenannter Vollblut-Pädagoge. Wie schade dass du uns verlässt." Bürgermeister Bernd Sommer sagte, die Kinder hätten Karlheinz Pöhnl als Pädagogen ins Herz geschlossen.

Für die Pfarrei unterstrich Stadtpfarrer Thomas Vogl die stets gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Pfarrei. Hans Eichhammer wünschte im Namen des Bayerischen Lehrerverbandes für den Ruhestand alles Gute. Für den Elternbeirat und die Kinder sprach Vorsitzende Sandra Schoefl. Pöhnl würdigte die harmonische und vertrauensvolle Zusammenarbeit, insbesondere mit Rektorin Maria Piendl. Pöhnl erinnerte zurück an eine Schulzeit. Diese sei noch ganz anders gewesen als etwa vor 42 Jahren, bei der zweiten Lehramtsprüfung in einer Klasse mit 45 Kindern. Das Verhältnis zu Eltern und Schülern wäre anders gewesen. "Ich habe nie bereut den Lehrerberuf ergriffen zu haben", sagte der scheidende Konrektor.

"Das Wichtigste die Kinder"

"Das Wichtigste waren mit immer die mir anvertrauen Kinder", erklärte Pöhnl und meinte, er habe es richtig gemacht, "... mich um keinen der mir einige Male angetragenen Rektorenposten beworben zu haben - auch wenn dies ebenfalls eine schöne Aufgabe gewesen wäre." Pöhnl ermunterte die jungen Kollegen, trotz aller Schwierigkeiten und Probleme heute die Kinder zu unterrichten und zu erziehen. "Der Lehrerberuf ist ein schöner Beruf und ich kann zurückblickend sagen: Ich war gerne Lehrer."
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