Mit Jägern auf der Pirsch

Viel Wissenswertes rund um die Jagd und das Wild erfuhren die Mädchen und Buben von Jean Rustler (hinten links) und den Jagdhornbläsern Norbert Fleißner, Otto Summer und Joachim Vollmer (hinten, von links) sowie Revierinhaber Hubert Rustler (rechts). Besonders ins Herz geschlossen hatten die Kinder Jagdhund "Mutz" (vorne links), der selbstverständlich mit auf das Foto musste. Bild: kdi
Lokales
Waldsassen
19.08.2015
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Früh aufstehen wie zu Schulzeiten mussten jetzt 22 Kinder, die sich an einer Ferienaktion der Jagdhornbläser der Waldsassener Hegegemeinschaft beteiligten: Sie erwartete ein mehrstündiger Reviergang.

Noch viel früher als die Kinder war Norbert Fleißner unterwegs, um auf der Route durchs Revier Infotafeln zu den verschiedenen Wildarten aufzustellen. So konnten die Jagdhornbläser die Mädchen und Buben pünktlich um 8 Uhr bei der Wagenremise in Hatzenreuth willkommen heißen. Revierinhaber Hubert Rustler freute sich über das große Interesse. Seit vielen Jahren schon bieten die Jäger interessierten Kindern die Möglichkeit, an einem Ferientag mit auf die Pirsch zu gehen, um wilde Tiere in freier Wildbahn zu beobachten.

Fährtensuche mit "Mutz"

Während des Rundgangs erfuhren die Kinder viel Wissenswertes. So wurden unter Mithilfe von Jagdhund "Mutz", der schon seit Jahren ein treuer Begleiter dieser Aktion ist, die Fährten von Schwarz- und Rotwild aufgespürt. Dabei erklärte Norbert Fleißner, wie man am Spurenbild und an der Losung (Kot) die Art des Wildes erkennen kann. An einem Teich durften sich die Kinder auch mal als Angler versuchen - angebissen hat aber nichts. Vorbei ging es dann an einer Wildsau-Suhle, wie in der Jägersprache eine morastige Bodenvertiefung bezeichnet wird, in der sich das Schwarzwild besonders bei heißen Temperaturen abkühlen und sich von Ungeziefer befreien kann. Deshalb wird diese Tätigkeit auch "Suhlen" genannt, wie von den Jägern zu erfahren war.

Brotzeit und Quiz

Hubert Rustler informierte, welche Tiere man bei einem Reviergang antreffen kann und verteilte dazu kleine Flyer mit ausführlichen Informationen über das heimische Wild. Nach rund dreistündiger Pirsch durch Wald und Flur ging es schließlich wieder zurück zur Wagenremise in Hatzenreuth. Nachdem die Kinder von Jean Rustler mit einer Brotzeit versorgt worden waren, gab sie noch weitere Erläuterungen zu verschiedenen Themen der Jagd und testete gemeinsam mit Norbert Fleißner bei einem kleinen Quiz, ob die Kinder zuvor gut aufgepasst hatten. Zur allgemeinen Zufriedenheit konnten sie die Fragen richtig beantworten. Die jeweils Schnellsten durften sich über ein Rehgehörn sowie Buchpreise freuen.

Am Ende ließen die Jagdhornbläser noch einmal ihre Instrumente erklingen. Nach den Signalen "Zum Essen" und "Halali" klang der informative und spannende Reviergang aus.
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