Mitgliederzahl steigt weiter

Lokales
Waldsassen
13.04.2015
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Zwar verzeichnete der VdK-Ortsverband Waldsassen im Laufe des vergangenen Jahres 14 Austritte und 11 Sterbefälle, doch diesen standen nicht weniger als 27 Neuaufnahmen gegenüber. Mit jetzt 449 Mitgliedern ist er der zweitstärkste Ortsverband im Landkreis Tirschenreuth.

Vorsitzender Sebastian Zeitler bedankte sich bei der Jahresversammlung im Vereinslokal "Goldener Hahn" bei den Mitarbeitern der Kreisgeschäftsstelle für die stets gute Zusammenarbeit und unterstrich die Unterstützung durch die Mitglieder bei der Sammlung "Helft Wunden heilen!" Als großen Erfolg bezeichnete er auch die Fahrt zur Messe "Die 66" nach München. Auch zahlreiche Kranken- und Geburtstagsbesuche habe man absolviert.

Die Grüße des Kreisverbandes und des Kreisvorsitzenden Alfons Wegmann überbrachte Silvia Trißl. Sie ist seit September letzten Jahres als zusätzliche Sachbearbeiterin für Beratungen in der Kreisgeschäftsstelle in Wiesau tätig. Auch sie würdigte die engagierte ehrenamtliche Tätigkeit bei allen Veranstaltungen und bei der Sammelaktion "Helft Wunden heilen!" Diese habe in Waldsassen ein lobenswertes Ergebnis von rund 1200 Euro eingebracht.

Trißl berichtete von einen starken Mitgliederzuwachs im Kreisverband: Ihm gehörten nun über 5439 Personen an, was einem Anteil von 7,4 Prozent der Landkreisbevölkerung entspreche. Der VdK helfe bei vielen Rechtsfragen, vor allem in den Bereichen Rentenrecht und Schwerbehindertenrecht. Nicht zu vergessen sei die Beratung im Zusammenhang mit dem Arbeitslosen- und Sozialgeld. So seien im vergangenen Jahr 2197 Beratungen durchgeführt worden. Insgesamt seien 231 Widersprüche eingereicht und 103 Klagen vor dem Sozialgericht geführt worden.

Seit Jahrzehnten dabei

2. Bürgermeister Karlheinz Hoyer und Silvia Trißl nahmen die Ehrung treuer Mitglieder vor. Vor 40 Jahren trat Theo Kunz bei, seit 25 Jahren gehören Roswitha Bittner, Hildegard Mehlhase, Christiana Wittich, Karl Brunner, Bernhard Netsch und Karlheinz Reich zum VdK. Auf 10 Jahre im Verband können Beate Scharnagl, Hannelore Fischer, Reinhard Zielonka und Regina Zeitler, Daniel Fischer, Jutta Grillmeier, Emmi Schaumberger, Erwin Trapp, Hubert Härtl, Helmut Manske, Waltraud Frank, Martin Grillmeier und Günther Robl zurückblicken. Bürgermeister Karlheinz Hoyer rief dazu auf, dem Verband weiterhin die Treue zu halten und nicht nach der Erledigung von Anliegen wieder auszutreten.

Sozial- und Rentenexpertin Brigitte Scharf informierte anschließend über die Kosten einer Heimunterbringung von pflegebedürftigen Verwandten. Dabei beleuchtete sie das Thema aus dem Blickwinkel einer jungen Familie, die sich überlegt, wie die Großeltern einmal falls nötig im Pflegeheim versorgt werden können, ohne dass zu große eigene Belastungen entstehen. Die Zuhörer erhielten so einen Einblick in die Belange der Unterhaltspflicht und die Vorgehensweise bei einem Antrag auf Sozialleistungen. Scharf erklärte unter anderem, dass Kinder erst unterhaltspflichtig seien, wenn die Zahlungen der Pflegeversicherung zusammen mit der Rente und den Ersparnissen eines Heimbewohners nicht ausreichten. Die Unterhaltspflicht bestehe aber nur dann, wenn derjenige ausreichend leistungsfähig sei. Niemand werde deswegen zum Sozialfall.

Bei einem Aufnahmeverfahren sei die Heimverwaltung verpflichtet, die Frage der Kostenträgerschaft zu klären. Ob die Heimkosten aus eigenen Mitteln oder mit Unterstützung des Staates finanziert werden, habe jedoch keinen Einfluss auf die Aufnahme. Vorsitzender Sebastian Zeitler bedankte sich bei Brigitte Scharf am Ende mit einem Blumenstrauß.
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