Moderater Aufschlag

Die Eintrittsgelder für das Egrensis Bad (im Bild der Aufgang zur Wasserrutsche mit den Basilika-Türmen im Hintergrund) hat am Montag der Stadtrat beschlossen. Archivbild: Grüner
Lokales
Waldsassen
05.11.2014
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Der Freibad-Förderverein empfiehlt die Erhöhung. Die Nachbarn wollen ohnehin nachziehen. Da hatten auch die Fraktionen mit dem Beschluss wenig Probleme.

Von früher 2,70 Euro für die Einzelkarte für Erwachsene auf jetzt 3 Euro angepasst hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag den Eintritt ins Egrensis Bad.

"Die moderate Anhebung ist durchaus sinnvoll", sagte Andreas Riedl für die CSU, der vor allem auch die Zusammenarbeit mit dem Förderverein in solchen Fragen unterstrich. Riedl wie auch die anderen Fraktionssprecher Johannes Schuster (SPD) und Bernhard Lux (Freie Wähler) wiesen darauf hin, dass die Mehrkosten bei der Nutzung von Punktekarten wieder hereingeholt werden könnten. "Da kann man sich nicht beschweren", sagte Riedl. Schuster machte eine Rechnung auf, derzufolge Käufer von Saisonkarten zum richtigen Zeitpunkt vergleichsweise sogar Profit machen könnten.

Schuster rechnete außerdem vor, dass mit den erhöhten Eintrittsgeldern das Defizit von rund 180 000 Euro jährlich allenfalls um gut drei, vier Prozent abgesenkt werden könnte und stellte deswegen eine geringere Anhebung der Gebühren zur Diskussion. "Moderat sind 13 Prozent nicht", sagte Schuster und meinte, 6 Prozent würden auch genügen. "Da würden wir keinen Gleichklang mehr bekommen", hielt Bürgermeister Bernd Sommer nicht viel von der Idee und verwies etwa auf die Abstimmung mit den Eintrittspreisen der Nachbarbäder.

Außerdem spiele der Antrag auf Stabilisierungshilfe eine Rolle; deren Vergabe stünde am 21. November an. Daneben erläuterte Sommer, dass freiwillige Leistungen und defizitäre Einrichtungen im besonderen Fokus der Rechtsaufsicht stünden. Damit spielte der Bürgermeister auf das Konsolidierungskonzept der Stadt Waldsassen an.

Schuster regte an, über die Erhöhung der Eintrittspreise und über den Verkauf vergünstigter Eintrittskarten auch Badegäste aus Eger zu informieren - eine Idee, die Bürgermeister Sommer gut fand und Harald Hertel bekräftigte: "Ohne die würden wir ganz schön alt aussehen", sagte der CSU-Rat über die Besucher aus dem Nachbarland. (Im Blickpunkt)
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