Mutig Neues anpacken

Die besten Absolventen der Mittelschule Waldsassen gruppierten sich nach der Zeugnisvergabe mit den Lehrkräften sowie Rektor Willi Prechtl und den Bürgermeistern aus Waldsassen, Konnersreuth und Neualbenreuth zum Erinnerungsfoto. Bild: kro
Lokales
Waldsassen
27.07.2015
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Harmonie, Emotionen, Freudentränen, aber auch Abschiedsschmerz prägten am Freitag die Abschlussfeier an der Mittelschule Waldsassen.

78 Schüler, davon 42 Absolventen, die in der zehnten Klasse den Mittleren Schulabschluss ablegten, wurden in die "Freiheit" entlassen. Alle 42 schafften den Mittleren Schulabschluss mit Bravour. Von den 36 Neuntklässlern, die in zwei Klassen aufgeteilt waren, haben 31 den Qualifizierenden Schulabschluss in der Tasche.

Zu Beginn der Feierstunde freute sich Rektor Willi Prechtl über den großartigen Besuch. Unter den Gästen waren auch die Bürgermeister aus Waldsassen, Konnersreuth und Neualbenreuth. Prechtl zeigte sich begeistert von den schulischen Leistungen der Jugendlichen: "Wir sind zurecht stolz auf euch. Denn besser geht es gar nicht." Der Rektor informierte, dass die Mittelschule in diesem Jahr mit dieser Abschlussfeier einen großen Aderlass zu verkraften habe, sowohl quantitativ als auch qualitativ.

Den Reigen der Verabschiedungen eröffnete am Freitag die Klasse 9a. Klassenleiterin Sandy Wendt dankte den Eltern für die gegenseitige Wertschätzung und die Offenheit, um dann festzustellen, dass sie mit den Schülern viele Freude, aber auch viele Tränen geteilt habe. Sie ging noch einmal auf den plötzlichen Tod des ehemaligen Lehrers Werner Seuz im Jahr 2013 ein; "er würde heute hier stehen". Sandy Wendt: "Er wäre bestimmt genauso stolz auf euch, wie ich es heute bin." Mit dem Lied "Ein Hoch auf euch" von Andreas Bourani ließ Wendt die vergangenen zwei Jahre noch einmal sehr emotional Revue passieren.

Verständnisvolle Ausbilder

Die 9b war eine Ganztagesklasse, die von den Lehrern Regine Andritzky und Christian Reber betreut wurde. Beide zeigten sich ebenfalls begeistert von ihren Schülern und hofften, dass "ihr nun fit seid für den weiteren Lebensweg". Sie wünschten den Entlassschülern verständnisvolle Ausbilder, gute Arbeitskollegen und ein tolles Arbeitsklima. Ständige Weiterbildung sei wichtig.

Über kräftiges Lob freuten sich auch die beiden zehnten Klassen. Das Motto "Wir sind am Ziel und die Lehrer am Ende" stimme nicht, denn jeder Schüler habe erkannt, dass der Ernst des Lebens begonnen habe. Lernen, Lachen, Tränen und sogar Wutausbrüche habe es gegeben, aber "aus dem ich, die und ihr, ist jetzt am Ende ein wir geworden". "Wir sind zu einer Familie zusammengewachsen", so der Tenor der Entlassschüler. Anhand einer Bilder-Collage ließen sie die zwei Jahre Revue passieren.

Die beiden Klassenlehrer Claudia Strobel-Dietrich (10Ma) und Markus Schuller (10Mb) verabschiedeten die Schüler mit Zugschaffnermütze auf die weitere Reise, "denn das Leben ist wie ein großer Bahnhof", es gehe immer weiter. Trotz mancher Hindernisse hätten alle ein Ziel vor Augen gehabt, einen tollen Abschluss hinzulegen. Dies sei gelungen. "Wir hatten eine geile Zeit", stellte Lehrer Markus Schuller fest.

"Teamplayer"

Beide Lehrer gingen auf die verschiedenen Projekte ein. Der absolute Höhepunkt sei dabei "Schule ohne Rassismus" gewesen. Erfreut zeigten sich Claudia Strobel-Dietrich und Markus Schuller, dass alle zum "Teamplayer" geworden seien und Durchhaltevermögen bewiesen hätten. "Setzt euch nun weitere Ziele und habt keine Angst, auch mal Fehler zu machen."

Bürgermeister Bernd Sommer zollte Respekt vor den schulischen Leistungen. Dennoch fragte er: "Seid ihr damit schon fit fürs Leben?" Seine Antwort: "Ja, denn ihr werdet diese Schulzeit hier in euer Leben tragen." Gruß- und Dankesworte kamen abschließend auch vom Elternbeirat. Was bei der Feier besonders auffiel: Die Klassenleiter umarmten alle Entlassschüler bei der Verabschiedung.
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