Nichts fürs Wegkippen "auf ex"

Eine Entdeckungsreise in die Welt des Bieres unternahmen die Teilnehmer eines Workshops mit Dr. Johannes Tippmann (Zweiter von rechts, neben KuBZ-Geschäftsführer Ferdinand Sperber). Während des Seminars verkosteten die Teilnehmer 28 Sorten. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
15.07.2015
21
0

Teilnehmer berichten von einem "Erlebnis der besonderen Art": Sage und schreibe 28 verschiedene Biersorten sind bei dem außergewöhnlichen Seminar verkostet worden.

"Von Altbier bis Zoigl - eine Entdeckungsreise in die Welt des Bieres" - so war das Angebot im Programm der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen überschrieben. Geschäftsführer Ferdinand Sperber stellte als Referent Dr. Ing. Johannes Tippmann vor. Der gebürtige Waldsassener ist mittlerweile Leiter der Forschungsbrauerei am Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie im Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TU München (wir berichteten).

Die Klosterbrauereien

Bei herrlichem Sommerwetter konnte der Workshop im Freien abgehalten werden. Dr. Johannes Tippmann hatte zusammen mit seiner Frau Julia, die ebenfalls Brauwesen studiert hat, eine große Auswahl von Bieren mitgebracht. Begleitet von informativem Informationsmaterial "... wurde dann die Reise in die Welt des Bieres ein Erlebnis der besonderen Art", teilt Sperber in der Pressemitteilung mit. Bei dem Seminar lernten die Teilnehmer, dass Bier zum hinunterkippen "auf ex" eigentlich viel zu schade ist: Der Referent zeigte, wie sich Bier richtig verkosten und genießen lässt, die Bierqualität richtig beurteilt wird. Weiter ging es um die Geschichte des Bieres. Bei dem Seminar auf dem Areal der Abtei Waldsassen sind dabei auch die Klosterbrauereien als große Entwicklungsinstitutionen erwähnt worden.

Wichtige Faktoren

Unverändert bis heute wären das Reinheitsgebot und die Hygiene bei der Bierherstellung. Wichtig war Dr. Tippmann immer wieder zu erwähnen, dass die Qualität der Materialien wie Hopfen, Malz, Hefe aber auch das Wasser die wichtigsten Faktoren bei der Bierherstellung sind. Fragen zur gesundheitsfördernden Wirkung konnten beantwortet werden: Dabei wurde auch Hildegard von Bingen zitiert welche bereits die Kräfte von Hopfen, Dinkel und Gerste erkannte. "Wie überall kommt es aber auf die Menge an ...", teilt Sperber dazu mit. Wichtig waren auch Erläuterungen zur richtigen Lagerung, zum perfekten Einschenken und Zapfen des Bieres sowie Informationen zur Gläserpflege. "Unterlegt wurde der gesamte Vortrag, der dann schlussendlich doch etwas länger dauerte, von insgesamt 28 verschieden Bierproben, die während des gesamten Vortrags gereicht wurden." Hier konnte jeder Teilnehmer die einzelnen Biere mit Nase und Gaumen verkosten und entscheiden, welche Geschmacksrichtungen zu erkennen sind.

Sauerbier und Stout

Hier gab es Bier beginnend von alkoholfreien Bieren über Helles, Zoigl, Pils, Dunkles, Altbier, Kölsch, Weizen, leichtes Bier, Spezialweißbier, Weizenbock, Stout, Bockbier, Belgisches Bier, Sauerbier aber auch Mischgetränke zu erkunden.

Dazu gab es auch noch eine Brotzeit mit Brot - das Sperber und Franz Meyer im Backofen im Naturerlebnisgarten buken - und Obatztn, der unter anderem mit Weißbier zubereitet wurde. Sperber: "Die Teilnehmer waren allesamt begeistert von den vielen Informationen aber auch vom Referenten Dr. Johannes Tippmann, der seinen Beruf auch als Berufung lebt und voranbringt."
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.