Ökologischer Schub für Wondreb

So schnurgerade soll die Wondreb bald nicht mehr verlaufen. Ab dem Bereich zwischen Festplatz und Freibad plant das Wasserwirtschaftsamt eine Renaturierung auf 1,6 Kilometern Länge. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
11.09.2015
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Im Bereich des Schupfenteichs bei Altenhammer ist die Wondreb bereits renaturiert. Nun soll der ökologische Ausbau des Gewässers südlich von Waldsassen folgen. Denn der Zustand dieses Abschnitts gilt ganz amtlich als unbefriedigend.

Was genau geplant ist, darüber informiert das Wasserwirtschaftsamt Weiden die Bevölkerung am Montag, 14. September. Um 19 Uhr beginnt im großen Sitzungssaal des Rathauses der Vortrag, zu dem alle Anwohner und interessierten Bürger eingeladen sind. Der Ausbaubereich erstreckt sich ab dem Festplatz/Freibad auf einer Länge von 1,6 Kilometern.

Neue Lebensräume

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden will den ökologischen Ausbau ab Mitte September bis Ende Oktober in Angriff nehmen. Ziel der Maßnahme ist es, die Wondreb wieder strukturreicher zu gestalten und neue Lebensräume für Fische und andere Gewässerorganismen zu schaffen. Im Wesentlichen sollen kleinere Ausbuchtungen, Vorschüttungen und Flussbögen angelegt werden. Buhnen, Störsteine und Wurzelstöcke sollen für mehr Strömungsvielfalt sorgen. Zudem wird Kiessubstrat eingebracht, um Laichplätze für Fische und Lebensraum für die kleinen Lebewesen der Gewässersohle zu schaffen. "Es ist eine Umverlegung des Feldweges entlang der Wondreb erforderlich, um den nötigen Platz für Flussbögen und Eigendynamik zu schaffen", informiert das Wasserwirtschaftsamt. Die Maßnahme dient der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie mit dem Ziel, den Gewässerzustand der Wondreb zu verbessern. Der wird ökologisch derzeit im Bereich südlich von Waldsassen mit "unbefriedigend" bewertet, was vor allem auf das Fehlen einer natürlichen Strukturvielfalt und fehlende Lebensräume für Fische und kleine Gewässerlebewesen zurückzuführen ist. Die Ursachen dieser Mängel liegen in der einstigen Begradigung der Wondreb.
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