Pater Dr. Saji hält im "Oicherlwold" eine würdevolle und begeisternde Weihnachtsandacht
Ein strahlendes Licht in den Herzen

So widrig die Witterungsumstände auch waren - zur Weihnachtsandacht in den "Oicherlwold" kamen die Besucher trotzdem. Zum Schutz gegeben den Regen waren große Sonnenschirme aufgestellt worden. Musikalische Beiträge und die Andacht von Pater Dr. Saji hellten die triste Stimmung auf. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
23.12.2014
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Wenig einladend war das Wetter zur Weihnachtsandacht bei der Kapelle im "Oicherlwold". Dorthin eingeladen hatten Karlheinz Hoyer und Andreas Grillmeier. Doch wenn auch die äußeren Umstände widrig waren - sie hatten auf die Anzahl der Besucher kaum Einfluss.

Große Sonnenschirme

Vom Treffpunkt Kleintierzuchtanlage zogen die Teilnehmer mit Laternen und Fackeln zum nahe gelegenen "Oicherlwold" und zur Waldkapelle beim Josefs-Brünnerl. Hier hatten Hoyer und Grillmeier den ganzen Nachmittag über alles hergerichtet, große _Sonnenschirme als Regenschirme aufgestellt.

An der Kapelle war ein Christbaum geschmückt. Bei der Kapelle freute sich Hoyer, dass sich viele Besucher sich trotz Regens nicht von der Teilnahme hatten abhalten lassen.

Pfarrvikar Pater Dr. Saji Nellikunell hielt eine sehr würdevolle Andacht, die die Besucher begeisterte und auf das nahe Fest einstimmte. Dabei erzählte Pater Saji anlehnend an das vorgelesene Johannes-Evangelium eine Geschichte von den vier Kerzen in der Adventzeit, die in der Stille mit einander redeten.

Die vierte Kerze: Hoffnung

Die erste, die "Friedenskerze" wollte nicht mehr brennen und erlosch, weil sie niemand wollte. Die zweiter Kerze hieß "Glaube" und fühlte sich überflüssig, weil die Menschen von Gott nichts mehr wissen wollen. Auch der dritte Kerze, sie hießt "Liebe", fehlte die Kraft zum Brennen, weil sie sich beiseite gestellt fühlt, die Menschen sehen sich nur selbst und nicht die anderen die sie liebhaben sollten. Ein Kind betrat dann das Zimmer und sah, dass die drei Kerzen nicht brannten und war traurig. Da meldete sich die vierte Kerze und sie sagte: "Ich heiße Hoffnung." Mit ihr zündete das Kind wieder alle Kerzen an, sagte der Pater Saji.

"Der kleine Jesus schaut sehnsüchtig nach unseren Herzen, möchte sie hell machen und mit seinem strahlenden Licht erfüllen - er ist das wahre Licht", sagte Pater Dr. Saji Nellikunell. Er wünschte dies allen Menschen, die auf Weihnachten warten.

Die Andacht wurde von der Stadtkapelle mit alpenländischen Melodien wie "Es nahen sich die Stunden", "Wie schön glänzt die Sunn" und "Was muss es bedeuten" sowie vom Männergesangverein Waldsassen mit "Im Wald is so staad" oder "Tauet Himmel" in einer anderen Version und "Wie schön glänzt die Sonn" - begeleitet von Josef Schwägerl auf dem Akkordeon - abwechselnd musikalisch gestaltet. Wilhelm Pauli las dazwischen Geschichten und Mundartgedichte "Wann is Weihnachten?", "Der Friedensstern" und "Der Heilige Josef".

Glühwein und Suppe

Anschließend bedankte sich Karlheinz Hoyer beim Pfarrvikar für die würdevolle Andacht, bei der Stadtkapelle und Männergesangverein für die Gestaltung und lud noch zum Verweilen ein: Die Helfer um Hoyer hatten Glühwein und heiße Suppe vorbereitet.
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