Paul VI. und seine Bedeutung für das Konzil
"Ein Papst für die Moderne"

Beim Vortrag des Moraltheologen Dr. Ludwig Mödl (am Rednerpult) im Jugendheim-Festsaal war nur ein kleiner Kreis von Zuhörern dabei. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
17.10.2015
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"Paul der VI. war für mich der bedeutendste Papst des 20. Jahrhunderts": Pastoraltheologe Professor Dr. Ludwig Mödl aus München analysierte am Mittwoch im Jugendheim-Festsaal den Einfluss des Papstes auf das II. Vatikanische Konzil.

Nur ein kleiner Kreis

Das religiöse Bildungsangebot arrangiert hatten die örtliche Pfarrei, das Dekanat und die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Tirschenreuth. Es war nur ein kleiner Kreis von Zuhörern anwesend, als Dekan und Stadtpfarrer Thomas Vogl den Abend eröffnete. Vogl erinnerte an verschiedene Veranstaltungen zum Thema "50 Jahre nach dem Konzil"; der Vortrag des Professors, so Vogl, sollte abschließender Höhepunkt sein.

Kiste als Sarg vorm Altar

Professor Dr. Mödl wusste, das Grab von Paul VI. sei das bescheidenste aller Gräber in der Grotte unter St. Peter in Rom, "... eines Papstes, bei dessen Beerdigung der Sarg als nur Kiste vor dem Altar auf dem Boden stand." Papst Johannes XXIII. habe Paul VI. schon beim ersten Konsistorium zum Kardinal ernannt und dieser suchte bei der Vorbereitung auf das Konzil seinen Glauben mit einzubringen. Er plädierte für die Landessprache im Wortgottesdienst und bei der Sakramentenspendung, wollte den Status der Laien gestärkt wissen und erkannte vor allem, "dass das Thema Kirche dringend angegangen werden muss." Nach der Wahl zum Papst am 21. Juni 1963 habe dieser wiederholt erklärt, das Konzil müsse für die Erneuerung der Kirche und zum Segen der Menschheit wirken.

Reisen, Reform, Ökumene

Mehrere Elemente seines Pontifikats zeichneten Paul VI. laut Dr. Mödl besonders aus: Die Reisen während und nach dem Konzil, seine Enzykliken, seine Kurienreform und seine ökumenischen Aktivitäten. Während des Vortrags ging der Referent noch auf die Einzelheiten näher ein. Als "Papst für die Moderne" bezeichnete Moraltheologe Dr. Ludwig Mödl Paul VI. Stadtpfarrer Thomas Vogl überreichte am Schluss an Professor Ludwig Mödl zwei CD des Basilikachores.
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