Plädoyer für lebendigen Garten

Gut 1500 Besucher waren nach Schätzungen der Veranstalter zur Obstbörse in die Umweltstation gekommen.
Lokales
Waldsassen
28.09.2015
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Die Vielfalt heimischer Sorten fördern will die Obstbörse. Am Sonntag informierten sich gut 1500 Besucher in der Umweltstation über ein Angebot, das nicht im Supermarkt erhältlich ist.

Kreisfachberater Harald Schlöger und Umweltstation-Leiter Michael Selinger waren zufrieden. Als Aussteller mit dabei die tschechischen Obst- und Gartenbauvereine Eger und Tachau. Viele Gäste ließen sich am Gartenschulhaus Kaffee und Kuchen schmecken. Eingebunden waren Stadelgalerie und Gedankengarten gegenüber des Klosterareals; dort gab's Kunsthandwerk und herbstliche Deko fürs Heim.

Harald Schlöger bezeichnete den Naturerlebnisgarten gegenüber dem früheren Parkplatz Schwanenwiese als den schöneren und geeigneteren Platz für diese Veranstaltung. Er dankte der Stadt mit Bürgermeister Bernd Sommer für das Engagement auch für die Umweltstation. "Es gibt hier immer wieder viel neu zu entdecken."

Auch Michael Selinger freute sich darüber, dass viele Aussteller ihre Produkte präsentierten und anboten. "Früher", sagte Selinger, "wurden die Gärten mehr genutzt als früher - heutzutage sind sie mehr ein ,Wohnzimmer'." Wer seinen Garten so gestalte sei eher auf dem "Holzweg". Selinger wünschte sich, die Leute sollten sich in dieser Hinsicht mehr im Naturerlebnisgarten um- und abschauen.

"Der Garten darf kein Wohnzimmer sondern muss lebendiger Garten sein." Darin müsse etwas wachsen was weiterverarbeitet wird für die Ernährung." Er dankte der Stadt für das Engagement im und für den Garten und auch dem Garten-Team der Umweltstation; Asylbewerber leisteten hier hervorragende Unterstützung. Dank galt hier auch Silvan Rosner, der sich ehrenamtlich im Naturerlebnisgarten mit einbringt. Bürgermeister Bernd Sommer widersprach Michael Selinger: "Man kann ein Wohnzimmer auch gemütlich ausstatten und sich wohlfühlen darin." Selbstredend dürfe dabei die Herkunft der Nahrungsmittel nicht außer Acht bleiben. "Jeder möchte doch etwas Gesundes und Nahrhaftes auf dem Tisch haben." Obststreuwiesen böten ein traumhaftes Bild bei Blüte und Erntezeit. Die Obstbäume in öffentlichen Anlagen wie der Schwanenwiese gehörten der Stadt und somit auch der Bevölkerung zum Abernten, sagte Sommer. Hier musste Michael Selinger widersprechen: Er hatte das Obst dort mit Schülern abgeerntet; die Ernte wurde am Sonntag bei der Obstbörse zu Saft verarbeitet.

Jiri Havranak vom Kreisverband Tachau bedankte sich für die Einladung zu dieser Obstbörse und Gartenmarkt und überreichte Michael Selinger ein Geschenk. Zuvor ist der von Züchter Mathias Markl mitgebrachte Apfelbaum der Sorte "Berleis" gepflanzt worden.
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