Produktivität gegen Null

Mehr Fachpersonal und damit mehr Geld sei für den Betrieb des Naturerlebnisgartens notwendig - darauf wies jetzt das Kuratorium der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum hin. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
14.10.2014
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Eine Attraktion ist der Naturerlebnisgarten des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen. Jetzt zeigt sich, dass mehr Geld als bisher nötig ist, wenn der Betrieb in der Umweltstation weiterhin reibungslos florieren soll.

Einen Finanzierungsbedarf zwischen 15 000 und 20 000 Euro errechnete Hans Reiner Meindl, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung, bei der Sitzung am Montag in der Aula des Klosters.

Zuvor hatte Landrat a. D. Karl Haberkorn die Einzelheiten erläutert. Haberkorn, Vorsitzender des Arbeitskreises Natur und Umwelt, berichtete dem Gremium von der Situation - mit einem klaren Signal an den Arbeitskreis Wirtschaft und Finanzen: Dieser sowie alle anderen Mitglieder des Kuratoriums sind nun aufgerufen, nach neuen Unterstützern und Sponsoren Ausschau zu halten.

Geld fehlt

Da wäre etwa der weitere Ausbau des Info-Punkts im Eingangsbereich des Gartens. Der Bau - bisher entstanden mit großzügiger Förderung mit Barmitteln oder Material - ist schon weit fortgeschritten. Doch laut Haberkorn fehlen noch immer 7000 bis 8000 Euro, um die wabenförmigen Holzkonstruktion zu vollenden.

"Es bleibt alles an Michael Selinger hängen", erklärte Haberkorn im Hinblick auf die Pflege des Gartens und speziell die Beaufsichtigung der Mitarbeiter, die über das Job-Center Tirschenreuth an die Stiftung für den sogenannten "Einsatz in Arbeitsgelegenheiten" (AGH-Maßnahmen) an die Stiftung vermittelt werden. Haberkorn sowie auch Selinger und KuBZ-Geschäftsführer Ferdinand Sperber ließen durchblicken, dass die Leute bei der Arbeit ständig Anleitung und Betreuung benötigten. Nur dann würden die Arbeitsaufträge auch wirklich erledigt. Für eine Kraft, die die Arbeiter anleite, gebe es aber keine Fördermittel von der Arbeitsverwaltung mehr, erklärte Haberkorn. Andererseits gehe die Produktivität der Arbeiter im Garten ohne Anleitung und Kontrolle gegen Null.

Wesentliche Entlastung

Ein solcher Mitarbeiter, der die Arbeiter beaufsichtigt, würde Selinger aber wesentlich entlasten. Der Leiter der Umweltstation sei ohnehin schon an der Grenze der Belastbarkeit, wie es hieß. Haberkorn dankte der Stadt Waldsassen für die Zusage, für die Umweltstation den Papierkram bei künftigen Förderanträgen - etwa für EU-Mittel - zu erledigen und dadurch "Verwaltungshilfe" zu leisten. (Weiterer Bericht folgt)
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