Realschülerinnen besuchen SOS-Kinderdorf
Zuhause mit eigener Gemeinschaft

Michael Gericke (links) informierte die Schülerinnen über das Leben im SOS-Kinderdorf. Bild: hfz
Lokales
Waldsassen
28.07.2015
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Schülerinnen der Mädchenrealschule besuchten jetzt mit ihren Lehrkräften Schwester Raphaela Kratzer und Marion Schmeller das SOS-Kinderdorf in Immenreuth. Informiert wurden die Mädchen der 7. und 8. Jahrgangsstufe von Michael Gericke. Er berichtete zunächst über die ursprüngliche Idee eines Kinderdorfes, die auf den Österreicher Hermann Gmeiner zurückgeht.

Im Mittelpunkt einer Kinderdorffamilie steht die Mutter. Sie ist verantwortlich für ihre Schützlinge. Die Kinder leben zusammen mit ihren Geschwistern und der Mutter in ihrem Zuhause, in dem sie wiederum ihre eigene Gemeinschaft bilden. "Nicht da ist man daheim, wo man geboren wurde, sondern wo man geliebt wird." Dieses Zitat von Christian Morgenstern trifft die Idee der SOS-Kinderdörfer im Kern, denn es geht darum, jedem Kind eine Welt der Geborgenheit zu schenken, dabei sollen die Kinder auf das Leben vorbereitet, zur Selbstständigkeit erzogen und auf ihrem Weg dorthin begleitet werden. Die Schülerinnen erfuhren, dass sich das Familienleben eigentlich nicht merklich vom Familienleben außerhalb eines Kinderdorfes unterscheidet: Die Kinder finden ihre Rolle in der Geschwisterreihe und übernehmen altersgemäße Rollen - etwa Zimmer auf- und Tisch abräumen, Wäsche waschen.

Nach einem Rundgang im SOS-Kinderdorf bekamen die Schülerinnen anhand eines Films einen genaueren Einblick in das breite Aufgabenfeld einer Kinderdorf-Mutter. Sicherlich hat der Besuch dieser Einrichtung einmal mehr dazu beigetragen, dass sich die Mädchen unter den Berufsgruppen wie etwa Erzieherin oder Sozialpädagogin etwas vorstellen können.
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