Rote Karte für Ausgrenzung

Die 303. Einrichtung in Bayern mit dem Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist die Mittelschule Waldsassen. Am Freitag ist die Auszeichnung bei einer Feier in der Aula verliehen worden. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
18.05.2015
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Schulleiter Willi Prechtl erinnerte an die Bayern-Rundfahrt mit international besetzten Teams: Im Sport habe Rassismus ebenso keinen Platz wie in der Schule. Der Mittelschule ist am Freitag der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zuerkannt worden.

"Nur aus couragierten Jugendlichen werden couragierte und offene Weltbürger heranwachsen, die unsere globalisierte Welt so dringend braucht", sagte Konrektorin und Klassenleiterin Claudia Strobl-Dietrich bei der Übergabe des Titels in der Aula. Schulleiter Prechtl freute sich über den außerordentlich guten Besuch mit einer Vielzahl an Ehrengästen aus Politik, der Kirche, der schulischen Seite, der Banken, Behörden und weiterer Institutionen. Ebenfalls mit dabei: der Landeskooridinator gegen Rassismus, Sebastian Zollner, sowie die Schulpaten, die Firma Netsch und der Eissportclub Selber Wölfe mit Trainer und zwei Spielern.

Mit den Worten von Jean Paul "Gehe nicht, wohin der Weg führt sondern dorthin, wo kein Weg ist und hinterlasse eine Spur", hießen Vanessa Saage, Hila Scharnagl, Yesim Yasar und Jennifer Elsässer vom Initiatorenteam die Besucher willkommen. Sie gaben einen Einblick, wie das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" an der Mittelschule ins Rollen gekommen ist. Bei Workshops und Vorträgen sei auch die Idee der Bühnenproduktion "Die Welle" entstanden, welche sich mit den Folgen von Ausgrenzung auseinandersetzt.

Hohe Zustimmung

Anstelle der nötigen 70 Prozent Zustimmung der Schulfamilie zu diesem Projekt habe man unglaubliche 92 Prozent erreicht, freute sich die Sprecherin. Klassenleiterin Claudia Strobl-Dietrich berichtete von vielen zusätzlichen Arbeitsstunden für die Schüler im "Prüfungsjahr". "Mit der Anerkennungsurkunde zeigen wir jeglicher Form von Ausgrenzung ganz offiziell die Rote Karte", sagte Claudia Strobl-Dietrich. Sebastian Zollner von der Landeskoordinationsstelle "Gegen Rassismus" sagte, dass die Mittelschule Waldsassen die 303. Schule in Bayern sei, die diese Auszeichnungsurkunde mit dem dazugehörenden Schild erhält. Sie gehöre nun zu insgesamt 1743 Schulen weltweit. Die Anzahl der beteiligten Schulen habe sich innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt. Im Anschluss an die Auszeichnung gratulierte dazu namens der Paten der Jugendkoordinator der Selber Wölfe, Bernd Setzer, zusammen mit Trainer Cory Holden und den Spielern Christopher Schadewaldt und Niki Meier. Sie zeigten dabei auch die internationale Welt im Eishockey-Sport auf, wo es keine Rassenfeindlichkeit gebe und es im Kampf nur um Spielgewinn gehe.

Beifall für "Die Welle"

Langanhaltenden Beifall ernten dann die Schülerinnen und Schüler der beiden zehnten Klassen für ihr Theaterstück "Die Welle", wobei Theaterpädagogin Claudia-Maria Wagner und Konrektorin und Klassenleiterin Claudia Strobl-Dietrich Regie führten. Gabriela Hassler, die wieder für die Kostüme verantwortlich zeichnete, wurde hier großzügig von der Firma Witt Weiden unterstützt.
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