Schlicht und ohne Symbol

Im Modell der Vorschlag von Herbert Lankl (rechts, mit Pfarrer Vogl).
Lokales
Waldsassen
15.11.2015
62
0

Schon seit Kindheit kennt Herbert Lankl die Basilika. Jetzt darf der Künstler aus Thanhausen den Altarraum der einzigartigen Barockkirche neu gestalten.

Anlässlich der laufenden Innenrenovierung der Basilika werden auch die liturgischen Orte im Altarraum neu gestaltet. Auf Einladung von Stadtpfarrer Thomas Vogl durften am Freitagnachmittag im Jugendheim-Saal alle sechs Modelle der am Auswahlverfahren teilgenommenen Künstler begutachtet werden. Herbert Lankl machte das Rennen (wir berichteten).

Interessierte Besucher

Zur Präsentation der Entwürfe im Jugendheim waren viele interessierte Pfarrangehörige gekommen, ebenso der Sieger des von der Pfarrei ausgelobten Wettbewerbs. Pfarrer Vogl gratulierte Herbert Lankl unter dem Beifall der Anwesenden. Vogl fand es schön, dass ein Künstler aus der Region den Wettbewerb gewonnen hat. Anschließend erläuterte der Stadtpfarrer das Verfahren einer solchen Maßnahme, bei der das bischöfliche Bauamt mit federführend ist, die sogenannte Auslobung aber von der katholischen Kirchenstiftung St. Johannes Waldsassen ausgeht. Für die Jury sei es keine leichte Aufgabe gewesen, bis das Siegermodell gefunden war. Denn es habe sich ja auch den theologischen Vorgaben stellen müssen. Schließlich habe sich die Jury des Auswahlverfahrens mehrheitlich - mit einem Stimmenverhältnis 6:3 - für den Entwurf des Thanhausener Künstlers entschieden.

Hier hat sich die Kommission für kirchliche Kunst dem mehrheitlichen Beschluss angeschlossen. Im Anschluss an die vielen Detailausführungen zu dieser Neugestaltung des Altarraumes von Stadtpfarrer Thomas Vogl freute sich Künstler Herbert Lankl, dass er diesen Wettbewerb gewonnen hat. Der zur Verwendung kommende Kelheimer Auerkalk mit seinem leichten Rosa-Stich werde gut zu der Neufassung der Innensanierung passen. Der Bodenbelag der Altarinsel erfolgt ebenfalls in Kelheimer Auerkalk.

Priestersitz in Räuchereiche

Wie Stadtpfarrer Thomas Vogl auf das Modell von Herbert Lankl noch eingehend sagte, wird auf Anregung der Kommission der Priestersitz, die Sedilien sowie die Kredenz nicht in heller Eiche sondern in Räuchereiche angefertigt werden. Dadurch solle ein Bezug zum historischen Chorgestühl erreicht werden. Altar und Ambo werden schlicht und einfach ohne jegliches Symbol sein und so die Klarheit darstellen. Bei einem anschließenden Rundgang stellte Stadtpfarrer Thomas Vogl alle an der Auslobung teilgenommenen künstlerischen Werke vor.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.