Schöner leben ohne Nazis

Auf eine breite Unterstützung kann sich Organisator Klaus Schuster bei der Vorbereitung des DGB-Aktionstags verlassen. Von links Tanja Bösl von der Realschule im Stiftland, Michael Arbter von der Mädchenrealschule, Kerstin Janke (Direktorin Realschule im Stiftland), Mittelschule-Rektor Willi Prechtl, DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster, Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer und DGB-Regionssekretär Peter Hofmann. Bild: pz
Lokales
Waldsassen
09.10.2014
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Es soll eine große Demonstration für Toleranz und gegen Ausgrenzung werden - zugeschnitten auf junge Leute. Etwa 160 Jugendliche der beiden Realschulen in sowie der Mittelschule in Waldsassen werden erwartet.

Der DGB-Kreisverband Tirschenreuth startet am 21. Oktober einen großen Projekttag in der städtischen Turnhalle - mit satirischem Theater und Livemusik. Nach dem Familientag zur Gartenschau in Tirschenreuth 2013 stünden nun junge Leute im Fokus, "... damit sie nicht in eine Richtung abrutschen", sagte DGB-Kreisvorsitzender Klaus Schuster bei der Vorstellung am Mittwoch im Waldsassener Rathaus.

Dort ist auch deutlich geworden, dass viele Unterstützer das Vorhaben fördern und bei der Vorbereitung mithelfen. Das Finanzielle werde vom DGB Bayern komplett übernommen, wie es hieß. Bei der Veranstaltung sind geladene Gäste dabei, wobei die Schüler der Abschlussklasen den Großteil des Publikums stellen werden. "Schöner leben ohne Nazis": Wie der Titel des Aktionstages heißt auch das Stück, mit dem sich "Theater Odos" in Waldsassen präsentieren wird. Die Akteure entlarven rechtsextremes Gedankengut in der Satire mit viel Witz. Dabei allerdings, so heißt es im Pressetext, "... bleibt dem Zuschauer oft das Lachen im Halse stecken."

Aktionen auf der Bühne

Bei der Veranstaltung, die den ganzen Vormittag andauert, ist neben dem gut 70-minütigen Stück von "Odos" auch weiteres Theater zu sehen: Die Akteure der Realschule im Stiftland zeigen "Das schwarze Wort", die Schulspielgruppe der Mittelschule wird den Inhalt des Stücks "Die Welle" erläutern und vielleicht einige Szenen spielen. Vertreterinnen der Mädchenrealschule als katholische Bildungseinrichtung eine Meditation und ein Gebet gestalten. Dabei wird auch die Ordensfrau Schwester Maria Raphaela Kratzer mitwirken. "Ich finde es toll, dass wir alle an einem Strang ziehen", sagte Kerstin Janke, Rektorin der Realschule im Stiftland.

Keine Eintagsfliege

Sie war erst zu Beginn der Woche die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen worden (wir berichteten). Die Beteiligung an dem Aktionstag sei deshalb Verpflichtung, sagte die Rektorin. "Das soll keine Eintagsfliege bleiben", kündigte die Rektorin weitere Veranstaltungen zum Thema an.

"Das ist immer ein Thema", sagte auch Michael Arbter und bemerkte, dass junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren besonders anfällig für rechtsextremes Gedankengut wäre. Und Willi Prechtl verwies auf die Beschäftigung mit dem Thema über den Geschichtsunterricht hinaus. "Das war gleich erledigt", freute sich Klaus Schuster über die spontane Zusage von Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer: Die Stadt Waldsassen stellt für den Aktionstag die städtische Turnhalle zur Verfügung.

Tolle Außenwirkung

"Es liegt nicht so sehr am Geld, eher schon an der Arbeit", sprach Regionssekretär Peter Hofmann vom DGB in Weiden über die immer wieder neuen Herausforderungen, die Klaus Schuster mit seinen Aktionen vor Ort an den DGB stellt. Hofmann unterstrich die viele ehrenamtliche Arbeit, die mit den von Schuster organisierten Aktionen geleistet werde und stellte die tolle Außenwirkung heraus. (Info-Kasten)
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