"Schwarze Null" nicht gefährdet

Von einer dramatischen Kostenexplosion war am Montag im Stadtrat im Zusammenhang mit dem Hart-Areal (Bild) die Rede. Doppelt so viel als geplant kostete der Rückbau der Industriebrache. Ebenfalls teuerer geworden ist der Busbahnhof an der Joseph-Wiesnet-Straße. Bild: kdi
Lokales
Waldsassen
06.11.2014
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Hart-Areal und Busbahnhof: Beide Projekte der Stadt Waldsassen sind teuerer geworden als geplant. Der Stadtrat verabschiedete deswegen einen Nachtragshaushalt.

Von einem Schritt entsprechend der kommunalen Vorschriften sprach Bürgermeister Bernd Sommer bei der Sitzung am Montag im Zusammenhang mit der Korrektur des Budgets. Denn laut Entschuldungskonzept müssen Veränderungen über 65 000 Euro mit der Rechtsaufsicht besprochen werden.

Die Mehrkosten sind von der Regierung anerkannt und werden gefördert. Auch die Fraktionen hatten keine großen Probleme mit dem Nachtrag, billigten die Vorlage einstimmig. Das Ziel der "schwarzen Null" - damit ist ein Haushalt ohne Netto-Neuverschuldung gemeint - sei nicht in Gefahr, hieß es. Die zusätzlichen Kosten könnten durch Mehreinnahmen und durch den Aufschub von geplanten Maßnahmen finanziert werden.

Kosten verdoppelt

Stadtkämmerer Stephan Andörfer erläuterte in der schriftlichen Vorlage detailliert die Hintergründe: "Dramatisch" sei die Kostenexplosion beim Hart-Areal: Die Kosten hätten sich annähernd verdoppelt - auf mittlerweile 2,7 Millionen Euro.

Bei der Freilegung des stillgelegten Fabrikgeländes hätten sich viele Altablagerungsstellen gefunden, "... trotz umfangreicher Voruntersuchungen, Probebohrungen und gutachterlicher Einschätzungen." Johannes Schuster (SPD) plädierte dafür, aus der Situation Lehren zu ziehen und künftig bei ähnlichen Projekten - Stichwort Bareuther Werk A - ein noch engmaschigeres Netz an Voruntersuchungen einzufordern. Bei der Großbaustelle "Zentraler Busparkplatz" liege die Ursache der Mehrkosten in den höheren Baupreisen, schreibt Andörfer. Die zusätzlichen Ausgaben werden auf insgesamt 1,453 Millionen Euro beziffert, inklusive der 33 000 Euro, die durch den Aufschub der Dachstuhlsanierung am Gebäude Johannisplatz (Stadtbücherei und Tourist-Info) zur Verfügung stehen. Untersuchungen hätten ergeben, dass das Gebäude doch nicht einsturzgefährdet wäre.
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