Selbst ist die Frau

Die Teilnehmerinnen waren einfach begeistert vom Workshop im Umgang mit der Bohrmaschine und den vielen Anregungen, die sie erhielten. Im Bild (von rechts) KuBZ- Geschäftsführer Ferdinand Sperber, Andreas Riedl und Wolfgang Horn. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
26.04.2015
9
0

Na, wer sagt's denn. "Do it yourself" ist keine Männer-Domäne mehr. Und Bosch-Hammer und Hilti sind auch keine Fremdwörter für das angeblich schwache Geschlecht. Ganz im Gegenteil, wie ein Workshop in Waldsassen gezeigt hat.

Unerhofft große Resonanz fand am Samstag die vom Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen (KuBZ) speziell für Frauen erstmals im Jahresprogramm angesetzte Veranstaltung mit dem provokativen Titel "Die Bohrmaschine das unbekannte Wesen". 20 Teilnehmerinnen aus Waldsassen, Mitterteich, Wildenau, Bogen und sogar aus Bad Abbach konnte KuBZ-Geschäftsführer Ferdinand Sperber begrüßen. Er war erfreut darüber, dass einige von ihnen sogar die ein und andere Maschine, mit der sie künftig zu Hause auch umgehen wollen, mitgebracht hatten.

Vorweg bedankte sich Sperber bei den beiden Referenten Wolfgang Horn und Andreas Riedl, die sich spontan bereiterklärt hatten, ihr persönliches Wissen und handwerkliches Geschick Frauen zu vermitteln, die das ein und andere im Haushalt selber erledigen möchten. Dank sagte Ferdinand Sperber auch der Stadt mit Stadtbaumeister Hubert Siller für die Möglichkeit, diesen Workshop im künftigen städtischen "Kunsthaus" durchführen zu dürfen, bevor demnächst die Umbauarbeiten hier beginnen.

Bevor die Teilnehmerinnen sich dann intensiv mit den von Wolfgang Horn und Andreas Riedl ausgebreiteten Gerätschaften und Materialien vertraut machten, wiesen beide Referenten darauf hin, dass die Sicherheit bei allem oberstes Gebot ist. Egal ob im Umgang mit Maschinen oder auch Strom: "Man kann nie vorsichtig genug sein." Anschließend zeigte dann Wolfgang Horn, gelernter Schreiner, Holzkünstler und Geschäftsführer in einem großen Möbelhaus, wie man zum Beispiel Schrankscharniere und Schubläden richtig einstellt, welchen Bohrer man bei Holz, Metall oder Stein einsetzt und welche Dübel etwa bei Hohlraumdecken zum Befestigen der Vorhangschienen zum Einsatz kommen.

Unter Anleitung von Andreas Riedl, der heute bei einer Bayreuther Firma im Fertighausbau für die Elektrik und Elektronik verantwortlich zeichnet, durften die Teilnehmerinnen nicht nur mit ihren mitgebrachten Maschine Löcher in die Wände bohren, sondern konnten auch schon mal den schweren Boschhammer und die Hilti in die Hand nehmen. Sie lernten dabei auch das Auswechseln der Bohrer selbst.

Wie man eine Wandbeleuchtung anschließt und zuvor den richtigen Schutzschalter findet, gehörte ebenso zum Programm. Und sie fanden Antwort auf die Frage: Was kann ich selber tun, wenn der Wasserhahn tropft und wenn dieser fest ist und sich nicht mehr aufdrehen lässt? Die Teilnehmerinnen waren am Schluss rundum begeistert von dem, was sie in diesen wenigen Stunden alles an Erfahrung sammeln durften und nun in Haus und Garten umgesetzt werden kann.

Ob dieser Workshop, der relativ schnell ausgebucht war, eine einmalige Sache bleibt oder 2016 eine weitere Auflage erfährt, konnte Geschäftsführer Ferdinand Sperber noch nicht sagen.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.