Soziales Gewissen

Treue Mitglieder zeichnete der KAB-Ortsverband bei der Jahreshauptversammlung aus. Von links Präses Stadtpfarrer Thomas Vogl und Vorsitzende Gudrun Sirtl mit den geehten Mitgliedern Josef Meier, Hannelore und Peter Bauer, Maria Gleißner, Angela Hetz und Pater Dr. Saji Nellikunnel. Bild: kgg
Lokales
Waldsassen
06.03.2015
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Beim Bürgerfest ist der Dotsch der KAB immer wieder eine besondere Delikatesse. In der Jahreshauptversammlung aber zeigte sich eindrucksvoll, dass die Arbeit des Ortsverbands weit über den Einsatz am ersten Juli-Sonntag hinaus geht.

Bei dem Treffen im Jugendheim zeichneten die Vorsitzenden Gudrun Sirtl und Angela Hetz zusammen mit Präses Thomas Vogl mehrere Mitglieder mit Urkunden, Ehrennadeln und Geschenken für langjährige Treue aus. Für 50 Jahre wurde das Ehepaar Hannelore und Peter Bauer geehrt, für 40 Jahre Maria und Hans Gleißner und Josef Meier. Auf 40-jährige Zugehörigkeit können auch die Ehepaare Gertrud und Andreas Hopf, Marie-Luise und Konrad Männer sowie Adele und Josef Rustler zurückblicken. Seit 25 Jahre Mitglied bei der KAB ist das Ehepaar Elisabeth und Roland Schröpf.

In der Mitterhof-Kapelle

Vorsitzende Gudrun Sirtl erinnerte im Rückblick an das Fastenessen, das Gartenfest und an die Beteiligung am Bürgerfest. Besonders hervorgehoben wurde von der Vorsitzenden die gemeinsame Veranstaltung zusammen mit dem Katholischen Frauenbund und Kolping. Die Andacht an der Mitterhof-Kapelle soll künftig mit ein fester Programmpunkt mit in der religiösen Arbeit des KAB-Ortsverbandes werden. Am 19. März soll hier eine Andacht zu Ehren des Heiligen Josef gefeiert werden.

Gedächtnistraining

Wie die Vorsitzende des Kreises "Senioren aktiv" Rosemarie Selch berichtete, werden die regelmäßigen Treffen im Aufenthaltsraum des Altenheimes St. Maria von 30 bis 40 Personen besucht. Als besondere Veranstaltungen stellte die Sprecherin die Oster-Agape heraus. Der Schwerpunkt der Seniorenarbeit liege auch im Gedächtnistraining, sagte die Vorsitzende. Der Kassenbericht von Veronika Rosner zeigte finanziell geordnete Verhältnisse auf. Josef Neubauer bescheinigte auch im Namen von Irmgard Ballon korrekte Arbeit. In ihren Grußworten hoben Stadtpfarrer Thomas Vogl und Bürgermeister Bernd Sommer die engagierte Arbeit der KAB in Pfarrei und Stadt hervor.

Die KAB zeichne zu einem aus, dass sie sich als das "Soziale Gewissen" immer wieder hervor tue - etwa mit der Unterschriftenaktion "TTIP-Stop". Daneben sei die KAB stets darauf bedacht, wie sie sich in der Pfarrei einbringen und Aufgaben übernehmen und auch für die Bürger der Stadt etwas tun könne, sagte Vogl.

"Arbeiter-Bischof"

Ein Vortrag von Franz Spichtinger informierte über "Bischof Ketteler und die Umbrüche sozialer Fragen des 19. Jahrhunderts". Der später als Arbeiter-Bischof in die Geschichte eingegangene Wilhelm Emmanuel Ketteler lebte im 19. Jahrhundert im Übergang von der bäuerlichen Agrarwirtschaft zur Industriegesellschaft.

Die industrielle Revolution brachte Armut, Orientierungs- und Moral-Losigkeit, Hunger und Not mit sich. Mit Ketteler tauchte eine mächtige, eindrucksvolle Gestalt auf. Er steht im Kontrast zum übrigen hohen Klerus, wurde zum Ahnherrn der KAB Deutschlands und zum Vordenker der Katholischen Soziallehre. "Christsein heißt politisch sein", lautete das Lebensmotto. (Info-Kasten)
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