Sozialkritik in Gedichtform

Lokales
Waldsassen
04.11.2014
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Kosten entstehen keine. Andererseits gibt es auch kein Honorar. Für Franz Ballon ist das nicht wichtig. Er darf sich zu den Autoren zählen, die in einem Standardwerk neuer Lyrik vertreten sind.

Das Gedicht "Die Arbeit" (Kasten nebenan) des Waldsasseners ist in der Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts aufgenommen worden. "Für mich ist das eine schöne Bestätigung", sagt Franz Ballon. Zum vierten Male bereits, so rechnet er kurz nach, hatte er einen Beitrag eingereicht. Umsonst war es nie. "Bisher hat es immer geklappt", freut sich Ballon über seinen erneuten Erfolg. "Das ist recht aktuell", sagt der Autor über sein Werk für das Gedicht-Jahrbuch 2014. Es thematisiert die Entwicklung in der Arbeitswelt und die dramatischen Folgen für den Einzelnen. Ballon schildert knapp und prägnant den Druck auf die Mitarbeiter zulasten deren Gesundheit.

"Mein Gedicht soll aufrütteln", sagt der Schriftsteller, Musiker, Komponist und freischaffende Künstler über seine sozialkritischen Gedanken. "In kurzen Reimen kann man viel einpacken", erläutert der Autor den besonderen Reiz seiner Lyrik. Dabei wäre das Formulieren der Verse für ihn, Ballon, recht einfach. "Das läuft dann wie von selbst." Das Gedicht "Die Arbeit" hatte Franz Ballon extra für den Wettbewerb verfasst, im August diesen Jahres. "Das Grundgerüst hatte ich schnell", sagt Ballon; binnen weniger Tage sei der Wettbewerbsbeitrag dann fertig gewesen. Die maximal 20 Zeilen, die das Werk lang sein durfte, hatte Ballon voll ausgereizt.

Weltweit vertreten

Die Frankfurter Bibliothek ist ein Werk zur Dokumentation deutscher Dichtung und eine repräsentative Auslese deutschsprachiger Schriftsteller. Für Franz Ballon besonders interessant ist, wo überall die Reihe vertreten ist: Sie wird von bedeutendsten Literatur- und Forschungseinrichtungen erworben, wie etwa der Wiener Staatsbibliothek.

Auch in Staatsbibliotheken zu Berlin, Hamburg und München, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der weltgrößten Bibliothek, der National Library of Concress in Washington ist sie eingestellt. (Info-Kasten)
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