Staatssekretär Albert Füracker will Behördenverlagerung zügig umsetzen - Acht mögliche ...
"Heimatstrategie" geht auf im Landkreis

Lokales
Waldsassen
30.04.2015
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Bei bestem Wetter zeigte Bürgermeister Bernd Sommer vergangene Woche der Delegation, wo die künftige Geo-Datenbank des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung entstehen könnte. Acht mögliche Flächen und Gebäude in Altstadtnähe sahen sich die Besucher an. Einzelheiten zu nennen wäre aber unredlich, warb Staatssekretär Albert Füracker am Mittwoch im Rathaussaal um Verständnis. Einige Objekte befinden sich in Privateigentum. Aber die Standortsuche laufe "mit Hochdruck". Überhaupt soll die Anfang März angekündigte Behördenverlagerung zügig umgesetzt werden. 90 Arbeitsplätze erhält der Landkreis - 70 in Waldsassen und weitere 20 in Kemnath. "Aber da fahren wir eigens hin, Tobias", wandte sich der Staatssekretär freundschaftlich an MdL Reiß. Der habe ihm, Füracker, wiederholt erklärt, er brauche sich nicht mehr blicken lassen im Landkreis, wenn dieser bei der Behördenverlagerung leer ausgehe. "Die Heimatstrategie ist für die Oberpfalz aufgegangen", sagte Reiß und unterstrich das Ziel, überall in Bayern gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. "Die Detailplanungen laufen", skizzierte Füracker das weitere Vorgehen. Gegen seinen Willen solle niemand versetzt werden; es sollen Anreize geschaffen werden ins Stiftland zu kommen. "Wir wollen Menschen belohnen, die nach Hause gehen." Alles laufe Hand in Hand mit Beschäftigten und Personalvertretungen.

In jedem Fachressort kümmern sich Projektmanager um den reibungslosen Ablauf der Verlagerungen in ihrem Bereich, die ressortübergreifende Koordination übernimmt eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Finanz- und Heimatministeriums. Spätestens 2025 sollen alle Verlagerungen abgeschlossen sein; Füracker glaubt aber, dass es schneller geht: "Wir sind Weihnachten fertig. Die Frage ist in welchem Jahr", meinte der Staatssekretär süffisant.

In der Geo-Datenbank des Landesamtes werden raumbezogene Daten für Kunden bereitgestellt - etwa für den Einsatz in geographischen Informationssystemen. Außerdem werden dort neue Entwicklungen zur Nutzung von Geodaten im Internet beobachtet und vorangetrieben.
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