Stadtrat will lieber den Weltkulturerbe-Titel als eine Gartenschau
Mit Dank zurück

Lokales
Waldsassen
18.03.2015
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Das Thema wäre schon lange erledigt und der Gedanke an sich nicht neu, meinte Bürgermeister Bernd Sommer. Der Stadtrat befasste sich jetzt mit der Idee, wonach sich die Stadt für die Gartenschau 2023 bewerben möge. Die Begeisterung darüber hielt in Grenzen.

Sommer legte am Ende der öffentlichen Sitzung am Montag den Antrag der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) vor (wir berichteten). "Sollen wir eine Beschlussvorlage anfertigen oder den Antrag mit Dank zurückgeben?" In den Fraktionen klang übereinstimmend eine Meinung zu dem Vorschlag durch: "Gut gemeint, aber irgendwie nicht nachhaltig" - so das Fazit. Am Ende gab es den einstimmigen Beschluss, den Antrag nicht weiter zu verfolgen.

Eher etwas zum Angeben

"Es ist vielleicht eine Anregung für uns etwas mehr zu tun", fand Bernhard Lux (Freie Wähler) und meinte konkret Maßnahmen in der Kultur- und Landschaftspflege. Dem werde mit dem - ebenfalls in der Sitzung am Montag - beschlossenen Beitritt zum Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" Rechnung getragen. "Was wollen wir?", fragte Robert Christ für die SPD-Fraktion und sprach davon, dass eine große Gartenschau wohl eher etwas zum Angeben wäre und eine kleine Gartenschau dazu diene, bestehende Gelände neu zu gestalten.

Karlheinz Hoyer fand, dass mit einem derartigen Antrag die Bemühungen in Waldsassen um den Weltkulturerbe-Titel konterkariert würden. Hoyer sprach von "hochtrabenden Sachen", denen man nur schwer folgen könne. Harald Hertel riet, der Stadtrat solle "nicht auf zwei Hochzeiten tanzen" - und dafür weiterhin lieber den Weltkulturerbe-Titel im Blick behalten. (Weitere Berichte)
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